Superfoods

Das Superfood-Bashing hat begonnen, aber wieso?

Das Superfood-Bashing hat begonnen, aber wieso?

In letzter Zeit häufen sich die Medienberichte, welche Superfoods in ein schlechtes Licht rücken. Manche Forscher, Lebensmittelspezialisten und Ernährungsberater scheinen sie regelrecht an den Pranger stellen zu wollen. Das hat zum Teil gute Gründe, aber dieses Schwarz-Weiß-Denken spaltet uns nur.

Was sind die Gründe für das Bashing?

Das Superfood-Bashing hat begonnen, aber wieso?
Eine Noni-Frucht

Der Begriff „Bashing“ bezeichnet eine harsche, meist unbegründete Kritik. Irgendwo steckt ein Funken Wahrheit drin, aber man überspitzt vieles. Genauso sieht es momentan mit den Superfoods aus. Auf der Suche nach neuen „Superfrüchten“, stoßen wir vermehrt auf negative Berichte. Doch was sind die Gründe dafür?

Übertriebene Versprechen: Ihnen wollte man mit der „Health Claims Verordnung“ eigentlich Einhalt gebieten. Doch manche Händler versprechen mit ihren Superfood-Produkten weiterhin das Blaue vom Himmel. Ein Wundermittel dürfen wir nicht erwarten. Weder gegen Krebs, noch als ewiger Jungbrunnen.

Fehlende Studien: Während manche Superfoods schon mehrfach in Studien untersucht wurden, sind andere weitestgehend unbekannt. Hersteller und Verkäufer dürfen sich nur auf das beziehen, was die Wissenschaft nachweisen konnte.

Nebenwirkungen: So gesund die Früchte, Wurzeln & Co sein können, wir können sie auch überdosieren. Dann treten Nebenwirkungen in den Vordergrund und davor sollte in gesundem Maß gewarnt werden. Ein Beispiel: Aktivkohle in Tablettenform wird bei Magenverstimmungen und Vergiftungserscheinungen eingenommen. Zu viel davon und die Kohle selbst verursacht ein starkes Unwohlsein.

Heimische Alternativen: Am Ende wird gern auf Alternativen aus unseren Gefilden verwiesen. Nur kann man nie eine Frucht mit der anderen vergleichen. Ihre Vitalstoffzusammensetzung und Nährwerte variieren. Ob hierzulande oder auf anderen Kontinenten: Wer sich beliest, der wird vieles finden, was die Bezeichnung „Superfoods“ verdient.

Schlecht für die Umwelt: An dieser Stelle wird nur zu gern die Avocado angeführt. Für sie werden ganze Wälder gerodet, um der steigenden Nachfrage mit mehr Anbaugebieten begegnen zu können.  In der Tat müssen wir mehr darauf achten, unter welchen Anbaubedingungen die Früchte reifen. Dasselbe gilt für den Transport zu uns. Der Umwelt und unserer Gesundheit zuliebe.

Alles in Maßen konsumieren

Um eben nicht immer nur schwarz oder weiß zu sehen, lautet unser Fazit: Immer genau hinschauen und prüfen. Außerdem sollten wir alles in Maßen konsumieren. Keine wird sich ausschließlich von Avocados, Chia oder Acai ernähren.

Ebenso sollten sich Konsumenten über die Herkunft ihrer Superfoods informieren. Der Anbau sollte nach gewissen biologischen Standards erfolgen und frei von Kinderarbeit sein. Transparente Hersteller lassen sich hier gern in die Karten schauen.

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Marvin Gerste

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