Einmaliges Superfood: Plazenta essen nach der Geburt

Der Titel bezieht sich nicht auf „einmalig genial“, sondern „einmaliges Superfood pro Kindesgeburt“. So oder so: Eine Plazenta essen kommt nicht für viele in Frage. Dass man Sie mit einem gepflanzten Baum im Garten vergräbt, schon eher. Doch im Internet werden tatsächlich immer mehr Rezepte hochgeladen, was man mit den Überresten einer Geburt kochen könnte. Makaber, eklig und geschmacklos oder doch ein Superfood?

Was erhoffen sich Mütter davon?

Einmaliges Superfood: Plazenta essen nach der GeburtDie sogenannte Plazentophagie sieht das Essen des Mutterkuchens vor. In der Tierwelt ist dies vielfach zu beobachten. Auf diese Weise verschwenden Tiere keine wertvollen Nährstoffe, welche sie sich anderweitig mit mehr Aufwand beschaffen müssten.

Eben diese Nährstoffe sollen die Plazenta zum Superfood machen. In der Tat haben sich einige Firmen auf die Verwertung spezialisiert. Sie bieten Pulver, Tabletten und andere Produkte an, welche den Mutterkuchen enthalten. Wer möchte, kann sogar seine eigene Plazenta einschicken.

Frischgebackene Mütter erhoffen sich damit eine gesteigerte Milchbildung für ihren Nachwuchs. Ebenso sagt man ihr nach, dass der Verzehr die Rückbildung nach der Geburt beschleunigt. Mamas sollen dabei nur Positives über Geruch und Geschmack des Mutterkuchens berichten. Und die Liste der Vorteile geht noch weiter.

Wer sie nicht im rohen Zustand verspeisen möchte, macht sich aus der Plazenta einen Auflauf oder die nächste Lasagne. Mutterkuchen-Rezepte finden sich reichlich im WWW.

Plazenta essen ist nicht ungefährlich

Bei der eigenen Plazenta weiß die Mutter um deren Herkunft. Bei homöopathischen Mitteln wie Globuli, sollte man jedoch Vorsicht walten lassen. Dazu sollten die Herstellungsprozesse und Verfahren absolut transparent veröffentlich werden. Inklusive unabhängiger Labortests um die Unbedenklichkeit der Produkte zu garantieren.

Was den rohen Verzehr des Mutterkuchens angeht, so warnen Ärzte davor. Untersuchungen zeigen, dass die erhoffte Vitalstoffkonzentration zu wünschen übrig lässt. Stattdessen fand man eine Ansammlung von Schwermetallen. Diese sammeln sich während der Schwangerschaft an und werden bewusst vom Körper abgestoßen. Ein Infektionsrisiko ist ebenso nicht auszuschließen.

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