Moringa Samen (Moringa oleifera Lam)

Unter „Moringa oleifera“ versteht man die exklusive Pflanzengattung der Bennussgewächse. Wobei sich die Arten unterschiedlich ausbilden. Manche wachsen als Sträucher, andere zu stattlichen Bäumen. Als Superfood kommt sie aus vielerlei Hinsicht in Frage. So lassen sich Wurzeln, Blätter und Samen verwenden. Wozu Moringa tatsächlich gut ist, erfährst du bei uns. Vor allem geht es uns darum, ob die vielen Versprechen auch auf wissenschaftlichen Erkenntnissen gewachsen sind.

Nimm dir deshalb ein paar Minuten Zeit. Wir fassen dir die wesentlichen Vorteile, Nachteile und interessante Moringa-Studien zusammen.

Moringa: Nährwerte & Inhaltsstoffe

Vom indischen Gehölz lassen sich mehrere Bestandteile sinnvoll verwenden. Aus den Samen presst man Salatöl, die Wurzeln können als eine Art Gemüse verzehrt werden. Auch eine Trocknung und Zerkleinerung der Blätter ist möglich. Wenn du nach den Nährwerten der Moringa suchst, gilt es zunächst zu klären, aus welcher Quelle diese gewonnen werden.

Moringa-Nährwerte

Spezifisch für das Blattpulver konnten wir folgende Nährstoff-Tabelle zur Moringa finden:

Nährwerte je 100 g an Moringa-Blattpulver
Brennwert285 kcal
Protein28,07 g
Kohlenhydrate38,2 g
Fett2,3 g
Ballaststoffe22,8 g

Quelle: africrops.de

Aus dieser Tabelle können wir bereits einige Rückschlüsse zur gesundheitlichen Wirkung der Moringa ziehen.

  • Sie enthält ein gutes Maß an Proteinen. Diese sind in etwa gleichauf mit der Zusammensetzung vom Molke-Protein (Erklärung ist in besagter Quelle zu finden). Aminosäuren werden zur Bildung von Eiweißen benötigt. Diese dienen in erster Linie dem Muskelerhalt und Muskelaufbau, sowie unserer Zellerneuerung generell.
  • Moringa-Blattpulver liefert zudem eine kräftige Portion an Kohlenhydraten. Wobei wir leider keine Differenzierung zwischen Zucker und anderen Verbindungen fanden. Kohlenhydrate dienen dir als schneller Energielieferant.
  • Moringa besitzt fast gar kein Fett und eignet sich somit als Ergänzung zu einer „low fat“-Ernährung.
  • Reich an Ballaststoffen, begünstigt das Moringa-Pulver deine Verdauung. Bereits kleine Mengen füttern deine Darmbakterien und verhelfen zu einer besseren Aufnahme von Vitalstoffen.
  • Moringa-Pulver ist aufgrund seiner Zusammensetzung sehr energiereich. Größere Mengen sind nur dann ratsam, wenn bei dir auch eine entsprechende Verbrennung durch viel Bewegung stattfindet.

Moringa-Inhaltsstoffe

Wir bleiben beim besagten Blattpulver und konnten dazu einige Angaben zu den weiteren Inhaltsstoffen finden.

  • Calcium und Magnesium kommen darin in ausreichender Menge vor. Somit kannst du deinen Muskeln und Knochen etwas Gutes tun.
  • Eisen wirkt sich auf positiv dein Blutbild und die Sauerstoffaufnahme aus.
  • Desweiteren kannst du einiges an Schwefel, Kalium und Kupfer aus dem Moringa-Blattpulver konsumieren.
  • Bei den B-Vitaminen (B1, B2, B3) kommst du ebenfalls nicht zu kurz.
  • Die Vitamine A, C und E dienen als Antioxidantien zum Schutz vor schädlichen Zellveränderungen.

Ist Moringa gesund?

Die von uns gefundenen Angaben deuten auf die Moringa als Superfood hin. Du kannst sie als Nahrungsergänzung in Form von Pulvern, Kapseln und Öl kaufen. Dieselben gesundheitlichen Effekte könntest du aber auch mit anderen Superfrüchten oder gar einheimischen Produkten erzielen. Wichtig ist es hier nun, möglichst viele Hinweise aus wissenschaftlichen Untersuchungen zu berücksichtigen.

Zwischenfazit: Ja, Moringa ist gesund und kann zur Ergänzung einer vollwertigen Ernährungsweise herangezogen werden.

Wirkungen und Nebenwirkungen von Moringa

Konkret lassen sich vom Moringa-Baum drei Bestandteile nutzen. Viele ihr nachgesagten Wirkungen basieren auf Erfahrungswerten. Ob die hier aufgelisteten Wirkungsversprechen tatsächlich realistisch sind, müssen Studien beweisen. Weiter unten im Text, haben wir einige davon mit Quellenangabe zusammengefasst.

Wirkung der Moringa-Wurzel

Durch ihre Mischung Aus Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren, kann die Moringa-Wurzel positiven Einfluss auf die Gesundheit nehmen. Schon die Ägypter, Römer und Griechen sollen sie vor Jahrhunderten verwendet haben. Sie lässt sich bspw. nach der Ernte reinigen und zerstampfen. Der so entstandene Wurzelbrei soll hierbei helfen:

  • Nervenreizungen
  • Entzündungen
  • Herz-Kreislaufproblemen
  • Rheuma
  • Gelenkschmerzen
  • Verdauungsbeschwerden

Darüber hinaus wirkt die Moringa-Wurzel wohl appetitanregend. Sie schmeckt ähnlich dem Meerrettich und ist annähernd so scharf. Weshalb er auch den Spitznamen „Meerrettich-Baum“ erhielt.

In Indien glaubt man sogar fest daran, dass die Einnahme vom Moringa-Wurzelbrei ein effektives Verhütungsmittel darstellt.

Wirkung der Moringa-Samen

Lecker schmeckend und vielseitig einsetzbar. Moringa-Samen lassen sich roh an Salate geben. Ebenso eignen sie sich zum Rösten und Kochen. Sie sind dabei ähnlich wie Erbsen zu handhaben. Neben Hauptmahlzeiten, kannst Moringa-Samen auch ins Müsli oder einen Smoothie mischen. Bedenke jedoch, dass sie mit Rettich-Geschmack verglichen werden. Die relative Schärfe passt nicht in jedes Rezept.

Für mehr Abwechslung bringst du die Samen einen oder mehrere Tage zum Keimen. Dazu einfach in lauwarmes Wasser stellen, damit sie aufweichen. Egal in welchem Zusammenhang, Moringa-Samen versprechen hier antibakteriell zu wirken. Auch sollen sie den Harn anregen, sowie die Nerven beruhigen.

Für die äußere Anwendung werden Moringa-Samen zerrieben bzw. gemörsert. Gemischt mit Kokosöl, können sie bei Rheuma, Gicht, Arthritis und entzündlichen Verletzungen aufgetragen werden. Sogar Warzen soll man mit ihnen angeblich behandeln können. Alles Erfahrungswerte mit bislang mangelhaften wissenschaftlichen Belegen.

Wirkung der Moringa-Blätter

Vom rohen Verzehr der Moringa-Blätter wird abgeraten. Manch einer kocht sich damit einen Tee auf. Andere trocknen die Blätter, um sie anschließend zu zerkleinern. Das vergleichsweise scharfe Pulver kann dann beim Essen kochen verwendet werden.

Fazit

Allen drei Pflanzenbestandteilen (Wurzel, Samen, Blätter) des Moringabaumes sagt man nahezu identische Wirkungen nach. Wobei sich die Samen direkt in Salaten & Co verarbeiten lassen. Blätter und Wurzeln sollten gekocht und zuvor zermahlen werden.

Welche Nebenwirkungen hat Moringa?

Pflanzenteile der Moringa, insbesondere die Wurzel, werden in der indischen Heimat häufig verzehrt. Auf den ersten Blick scheinen sich deshalb auch bei größeren Mengen keine Nebenwirkungen zu ergeben. Ärzte und Wissenschaftler warnen trotzdem davor, sich sehr stark oder gar überwiegend von Moringa-Erzeugnissen zu ernähren.

Verschiedene Studien mit Tieren deuten darauf hin, dass es zu Verschlechterungen der Leber- und Nierenwerte, sowie dem Blutbild kommen kann. Ein Versuch an Ratten zeigte bspw. genau solche Veränderungen. Umgerechnet erhielten die Tiere so viel, als würde ein 60 Kilogramm schwerer Mensch täglich 60 Gramm Moringa-Blattpulver verzehren. Die Studie erfolgte über einen Zeitraum von acht Wochen.

Bei Wurzelextrakten aus dem Moringabaum gilt es die Alkaloide zu beachten. Sie gelten als giftige Inhaltsstoffe, welche Nerven lähmen und zu unerwünschten Muskelkontraktionen führen können. Bis hin zu Fehlgeburten bei schwangeren Ratten.

Ob sich diese Moringa-Nachteile auf den Menschen übertragen lassen, ist dagegen unklar.

Moringa

Moringa

Einnahme, Dosierung & Anwendung

Jetzt gehen wir zum praktischen Teil über. Unsere Tipps und Erkenntnisse zur Moringa hinsichtlich der Einnahme sowie Anwendung.

Wie verwende ich Moringa?

Moringa wird in erster Linie oral aufgenommen. Über die Verdauung gelangen dann die Inhaltsstoffe in unseren Organismus. Wo sich die Wirkungen entfalten können.

Anders sieht es bei Moringa in Cremes und Seren aus. Diese werden auf die Haut geschmiert, um dort den gewünschten Effekt zu erzielen. Hierbei ist Moringa vor allem für seine reinigende Wirkung bekannt.

Wie nehme ich Moringa ein?

Auf dem Markt sind verschiedene Produkte erhältlich. Moringa kannst du als Pulver, Kapseln oder Öl kaufen. Wichtig ist dabei, aus welchem Bestandteil die Substanz gewonnen wurde. Vom Moringabaum lassen sich die Wurzeln, Samen und Blätter verarbeiten. Die unterschiedlichen Inhaltsstoffe erzielen diverse Wirkungen.

Wie lagere / bewahre ich Moringa auf?

Am besten so, wie das Produkt zu dir nach Hause geliefert wird. Denn in der Regel füllen Hersteller ihr Moringa-Pulver, Kapseln etc. in fachgerechte Gefäße ab. Pulver, Samen und Kapseln solltest du vor Feuchtigkeit schützen. Andernfalls könnten sie schnell faulen/aufquellen und somit unbrauchbar werden.

Sollte die Verpackung nicht lichtgeschützt sein, so bewahre dein Moringa-Produkt vor direkter Sonneneinstrahlung. Vitamine und einige andere Inhaltsstoffe reagieren sehr licht- und wärmeempfindlich. Sie verlieren dann ziemlich schnell ihre Wirkung.

Muss ich Moringa schroten / mahlen?

In der Regel kaufst du ein fix und fertiges Produkt. Solltest du jedoch Moringa-Wurzeln, Samen oder Blätter im rohen Zustand erwerben, besteht die Möglichkeit. Nach einer ausreichenden Trocknungsphase, kannst du die Pflanzenteile im Mörser zerkleinern. Hierzu solltest du dich vorab aber fachkundig einlesen. Damit auch wirklich nur die brauchbaren Bestandteile in deine Ernährung einfließen.

Wann wirkt Moringa?

Eine Frage mit vielen möglichen Antworten. Es kommt auf die Wirkung an, welche du dir von der Moringa-Einnahme versprichst. Fakt ist, dass deine Verdauung etwas Zeit benötigt, um die wichtigen Bestandteile aufzuspalten. Nach der Absorption braucht es wiederum einige Minuten bis Stunden, bis die Wirkung einsetzt.

Vermutlich wirst du nur durch die regelmäßige Einnahme eine Veränderung spüren. Also nicht gleich heute oder morgen. Wahrscheinlicher sind zwei bis vier Wochen. Dieser Zeitraum wird für alle Nahrungsergänzungen angenommen, um erster Verbesserungen zu bemerken.

Wobei der Moringabaum und seine Bestandteile noch viel mehr Forschung und Studien benötigt. Bislang beruht vieles nur auf Erfahrungswerten.

Wann soll man Moringa essen?

Ob als Pulver, Kapsel oder Öl – am besten mit einer der großen Mahlzeit. Moringa wird als Nahrungsergänzung betrachtet. Folglich macht es Sinn, diese mit dem eigentlichen Essen zu kombinieren.

Moringa kaufen

Wenn du jetzt selbst einmal Moringa-Produkte testen möchtest, gibt es einiges beim Kauf zu beachten. Wir wollen dich vor unerwünschten Nebenwirkungen warnen. Ebenso gestaltet es die Vielzahl an erhältlichen Erzeugnissen schwierig, die richtige Qualität zu finden.

Worauf beim Kauf achten?

  • Zunächst muss geschaut werden, aus welchem Teil der Moringa das Pulver oder Öl gewonnen wird. Zur Verarbeitung eignen sich nämlich Wurzeln, Samen und Blätter. Sie besitzen unterschiedliche Inhaltsstoffe und wirken dementsprechend differenziert. Lies dich deshalb näher in die verschiedenen Produktarten und Anwendungsmöglichkeiten ein.
  • Natürlich solltest du nur Moringa in Bio-Qualität kaufen. Wenn der Standard nicht transparent vom Hersteller kommuniziert wird, dann frage nach. Denn jedes Land versteht etwas anderes unter den Anforderungen für den biologischen Anbau.
  • Hilfreich sind Gütesiegel, deren Zertifizierung du konkret nachvollziehen kannst.
  • Selbst wenn der Bauer alles in Sachen Bio-Standard einhält, können benachbarte Felder noch der Moringa schaden. Wenn dort Pestizide, Fungizide, Herbizide etc. verwendet werden, legt sich der Sprühnebel eventuell auch auf der Plantage neben an nieder.

Wo Moringa kaufen?

Du kannst dich in den Drogerien umschauen. Moringa ist mittlerweile in einigen Nahrungsergänzungen enthalten. DM und Rossmann führen vereinzelt solche Produkte.

Reine Moringa-Samen, Pulver oder Kapseln, findest du dagegen vorzugsweise im Internet. Achte dort insbesondere auf die eben genannten Punkte. Versuche Kontakt zum Hersteller zu finden, falls dieser zu wenig über Anbau und Verarbeitung preisgibt.

Moringa-Studien

Was den guten Glauben an Moringa betrifft, so geht dieser bis in die Antike zurück. Doch das meiste Wissen basiert tatsächlich nur auf Erfahrungen und Hörensagen. Die meisten Moringa-Studien im Netz gehen auf die wasserreinigende Wirkung ein, welche die Samen bieten. Doch es gibt noch mehr:

  • In einer Studie wurden Moringa-Blattextrakte mit Lungenkrebszellen zusammengebracht. Mit steigender Menge konnten die Wissenschaftler ein gehemmtes Wachstum feststellen. Ab einer bestimmten Konzentration erfolgte sogar der Stillstand. Unter dem Mikroskop stellte man dann sogar eine „Apoptose“-Form fest. Dabei sehen die Krebszellen so aus, wie sie sich kurz vor dem Absterben verformen. Hierbei muss es einen Auslöser bei bestimmten Zellgenen geben, um die Selbstmord zu aktivieren. Genau dies konnte mit der nachfolgenden Studie teilweise belegt werden. Wobei der genannte Dr. Jung auch darauf hinweist, dass es noch mehr Versuche mit Tieren benötigt, um hier eindeutige Erkenntnisse vorweisen zu können: http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0095492
  • Eine weitere Studie erweckte den Eindruck, dass Moringa-Tabletten den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen können. Die Untersuchung wurde mit 30 Patienten durchgeführt, bei denen Diabetes Typ 2 als Diagnose feststand. Sie nahmen über drei Monate täglich zwei dieser Tabletten aus Moringa-Blättern ein. Weitere 30 betroffene Personen erhielten lediglich ein Placebo. Leider ist diese Studie wenig aussagekräftig, weil wichtige Eckdaten wie Körpergewicht und Tablettendosis fehlen. Ebenso wenig wurden weitere Medikamente und Erkrankungen der Personen berücksichtigt. Daher handelt es sich hier nur um die Annahme, Moringa-Extrakte könnten den Blutzuckerspiegel senken: http://www.academyjournal.net/asj/index.php/IJHN/article/viewFile/68/pdf_27
  • Bereits im Jahr 2013 widmeten sich Wissenschaftler den Auswirkungen von Moringa auf die Blutfettwerte. Insgesamt 79 Patienten fanden sich, um sich dem Test zu unterziehen. In einem Zeitraum von 30 Tagen gab es für die Hälfte der Teilnehmer eine Kapsel mit Moringa-Extrakt. Die anderen erhielten nur eine Kapsel ohne Wirkung. Durch methodische Mängel, die relativ kleine Anzahl Teilnehmer und die Finanzierung durch den  Pfizer-Konzern, darf dieser Moringa-Studie nur bedingt geglaubt werden. Sie stellte am Ende fest, dass solche Extrakte keinen Einfluss auf die Blutfettwerte nehmen: http://actamedicaphilippina.com.ph/sites/default/files/fulltexts/vol-47-no-3-effect.pdf
  • Eine andere Studie beschäftigte sich konkret mit den Folgen einer möglichen Überdosierung. Ratten mussten dabei acht Wochen lang eine gewisse Menge an Moringa-Blattpulver verzehren. Was hochgerechnet 60 Gramm für einen 60 Kilogramm schweren Menschen entsprach. Diese Moringa-Studie deutet auf eine Verschlechterung der Nieren- und Leberwerte, sowie des Blutbildes hin: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23509212
  • Beim DBU untersuchten die Wissenschaftler speziell die reinigende Wirkung von Moringa im Wasser. Mit dem Ergebnis, dass Rohgewässer von einer deutlichen Entkeimung profitierten. Hierzu hatte man aus den Samen Pulver gewonnen und dieses ins Wasser gegeben. https://www.dbu.de/projekt_07841/_db_1036.html

Es existieren noch einige weitere Moringa-Studien. Deren Qualität bleibt fragwürdig, da viele Aspekte ausgelassen wurden. Entweder kam man zu dem Schluss, dass Moringa-Präparate helfen oder wirkungslos bleiben. Jedoch berücksichtigte man dabei nicht den allgemeinen Gesundheitszustand der Teilnehmer und/oder deren Anzahl war zu gering. Für zukünftige Studien bedarf es einer genaueren Absteckung der Auswahlkriterien und ausreichend viele Teilnehmer. Inklusive einer detaillierten Aufstellung der Zusammensetzungen.

Folgende Moringa-Studien wurden mit Blattpulvern am Menschen durchgeführt:

http://www.wholesomefoods.co.nz/product_downloads/Moringa_and_Type_II_diabetes.pdf

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25808883

http://hmtjournals.com/vol4_1/027.pdf

Moringa-Öl

Aus den Samen der Moringa wird das gleichnamige Öl gewonnen. Ausgepresst besitzt es eine leicht gelbliche Farbe. Sein Geschmack darf als „nussig“ bezeichnet werden. In Fachkreisen spricht man auch vom „Behenöl“ oder „Benöl“. Dies lässt sich auf die große Menge an Behensäure zurückführen.

Bereits die alten Ägypter sollen es zum Kochen, Balsamieren und für Medin verwendet haben. Frisch gepresst und luftdicht verpackt, hält es sich sehr lang. Vor Wärme und Licht sollte es geschützt sein. Dann bleiben die Vitamine erhalten. Weil es mehr als 70% an Omega-9-Fettsäuren besitzt, stellt man es auf dieselbe Stufe wie Olivenöl.

Manch einer verwendet es sogar zum Backen und Braten, weil es erst bei 220 Grad siedet. Andere verwenden es als Hautpflege, von der es gut aufgenommen wird. Auch Dressings, Shakes, Pesto und Smoothie sind als Anwendungsbereiche bekannt.

Moringa Öl

Moringa Öl

Aussehen, Anbau & Verarbeitung von Moringa

Anzutreffen ist der Moringa-Baum bzw. Moringa-Strauch vorzugsweise in der indischen Malabar-Region. Dort herrscht die meiste Zeit über ein sehr trockenes und heißes Klima. Folglich hat sich die Pflanze angepasst. Sie bilden nur wenige Äste mit kleinen Blättern aus, um der Sonne eine geringe Angriffsfläche zu bieten. Dagegen sammeln ihre Stämme sehr viel Flüssigkeit und wirken wie angeschwollen.

Sollte es dann doch einmal regnen, so treibt die Moringa extrem schnell aus. Die Energie aus den Speicherwurzeln fließt in die Expansion der Äste. Auf Nebenblätter verzichten die Arten meistens. Gelegentlich entstehen gestielte Drüsen an den Basen der Blattansätze. In der kurzen Blütezeit, geben die Knospen weiße, rote oder gelbe Kronblätter frei. Darauf folgt die Kapselfrucht, welche bis zu zwölf Kanten bildet. Bei voller Reife reißt diese explosionsartig auf und geben den Samen frei.

Anbau & Verarbeitung

Einheimische verwenden die fleischigen Wurzeln der Moringa als Gemüse. Generell verspricht man sich von ihnen eine Vielzahl positiver Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Aus Indien stammend, wird Moringa auch dort angebaut. Wobei es seit 2012 auch einige Plantagen auf der spanischen Insel Teneriffa gibt.

Die Samen nutzt man zur Herstellung von Behenöl. Ein ehemaliger Schmierstoff für Uhren. Heute besser als Salatöl bekannt. Behenöl verarbeiten manche Hersteller auch zu Seifen und Kosmetik. Aus den Samen lässt sich also Öl gewinnen, während die Wurzeln meist zu Pulver verarbeitet werden. Ebenso lassen sich die Moringa-Blätter trocknen und mörsern.

Moringa-Rezepte

Hier wollen wir in absehbarer Zeit leckerere Rezepte mit Moringa vorstellen, welche du nachmachen kannst. Bedenke dabei jedoch den intensiven Geschmack und die leichte Schärfe von Pulvern sowie Samen.

Wie findest Du diesen Artikel? Über eine Bewertung / Nachricht würden wir uns freuen – Danke.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Die Mariendistel - gut für die Gesundheit?

Jungfrau Maria soll ihr den Namen verliehen haben. Der Legende nach, gab sie ihre Milch und so entstanden die weißen Streifen auf den Blättern. Abgesehen von dieser Erzählung, scheint sehr viel Kraft in der Mariendistel zu stecken. Doch eignet sie sich damit als Superfood?

Wir gehen auf die möglichen Anwendungsbereiche ein. Wichtig sind dabei auffindbare Mariendistel-Studien, um ihre Wirksamkeit auch belegen zu können. In wenigen Minuten erfährst du damit, ob das Gewächs aus dem Mittelmeerraum tatsächlich kleine Wunder bewirkt.

Was die Mariendistel verspricht

  • Mariendistel-Tee kann bei Blähungen helfen.
  • Minderung von Völlegefühl.
  • Schutz der Leber durch den Wirkstoff Silymarin.
  • Verlangsamung des Fortschreitens bestimmter Lebererkrankungen.

Diese Wirkungsweisen der Mariendistel sind reine Kannbestimmungen. In der Praxis muss jeder Interessierte einen Versuch machen, ob die Präparate tatsächlich bei ihm anschlagen. Die eingehende Beratung durch den Arzt davor, gilt als unersetzlich.

Ein frisch aufgebrühter Mariendistel-Tee kann bei Blähungen und Völlegefühl helfen. Deshalb steht das Gewächs aber nicht im Fokus der Medizin.

Forscher fanden in ihr das Wirkstoffgemisch Silymarin. Es dient dem Schutz der Leber. Sollten hier bereits Schäden durch Erkrankungen vorhanden sein, besteht die Möglichkeit der Verlangsamung des fortschreitenden Prozesses. Forschungen beziehen sich hierbei unter anderem auf Leberverfettung und Vergiftungen dieser.

Medizin: die Wirkung der Mariendistel

Medizin: die Wirkung der Mariendistel

Mariendistel-Studien: So viel Wahrheit steckt in ihr

Jetzt stellt sich aber die Frage, wie viel davon wahr ist? Wie bereits angedeutet, beschäftigt sich die medizinische Forschung seit geraumer Zeit mit den Mariendistel-Wirkungen. Was wir bis dahin an Studien finden konnten, ist das hier:

  1. Das Mariendistel bzw. das in ihr enthaltene Silibinin gegen Hepatitis C hilft, fanden Forscher eher durch Zufall heraus. Gastroenterologe Professor Dr. Peter Ferenci von der Medizinischen Universität Wien entdeckte dies. Er wollte dabei eine ganz andere Hypothese prüfen. Ferenci und sein Team stieß dabei auf einen antiviralen Effekt. Um diesen zu charakterisieren, starteten die Forscher eine zweite klinische Pilotstudie. Alle Ergebnisse wurden im Fachmagazin „Gastroenterology“ veröffentlicht. Bei chronischer Hepatitis C spricht bislang leider nur die Hälfte aller Patienten auf die standardisierte Behandlung an. 16 solcher „Non-Responder“ erhielten täglich eine Infusion mit 10 mg Silibinin pro kg Körpergewicht. Die Viruskonzentration ging nach sieben Tagen auf etwa ein Zehntel des Ausgangswertes zurück. Eine zweite Pilotstudie nutzte verschiedene Konzentrationen und brachte noch genauere Ergebnisse hervor. Quelle: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=6997
  2. Die Wirksamkeit der Mariendistel bei verschiedenen Leberschäden, konnten andere Studien belegen. Hierfür lohnt es sich in diese Zusammenfassung einzulesen: Iten F, et al: Silymarin in der Behandlung von Lebererkrankungen. Phytotherapie 2003;3: 18-24.
  3. Butorova et al. Erzielte interessante Ergebnisse mit randomisierten Parallelgruppen-Studien. Sie zielten auf nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen ab. Dazu wurde das Präparat Legalon® bei NAFLD gegeben. 70 betroffene Patienten nahmen an dieser Studie teil. Zwei Gruppen zu je 35 Personen wurden gebildet. Eine von ihnen erhielt dreimal täglich 140 mg Legalon und das über einen Zeitraum von drei Monaten hinweg. Die andere Testgruppe erhielt keine Medikamente. Dafür wurde die Ernährung umgestellt, um eine Gewichtsreduktion zu bewirken. Einschließlich regelmäßiger körperlicher Betätigung.

Es kam zu einer Teilung jeder Gruppe in zwei Untergruppen. Grund dafür: Manche Patienten litten an Fettdystrophie (FD) der Leber. Andere an nicht-alkoholischer Steatohepatitis (NASH). Innerhalb der Legalon-Gruppe sprachen 92% der Personen positiv auf die Behandlung an. Sie berichteten von subjektiven Verbesserungen. Die Kontrollgruppe blieb dagegen gleich. Zwei Patienten erklärten eine Verschlechterung des Allgemeinbefindens.

Gemessen an der Transaminasen-Aktivität, konnten sich fast alle Teilnehmer der Legalon-Gruppe verbessern. Fast immer kam es zu einer vollständigen Normalisierung. Name der Studie: Butorova LI, et al: Potential for the use of Legalon® in non-alcoholic fatty liver disease (Artikel in russischer Sprache). Eksp and Klin Gastroenterol 2010;3:85-91.

  1. Chemotherapien haben oft eine leberschädigende Nebenwirkung zur Folge. Weil die Forschung bereits positive Wirkungsweisen von Mariendistel-Extrakten geliefert hatte, wollte es Elena Ladas genauer wissen. Sie und ihr Team untersuchten die In-vitro-Wirksamkeit. Dazu nutzten sie eine Doppelblindstudie, welche mit 50 Patienten auf 28 Tagen ausgelegt war. Sie alle litten an lymphoblastischer Leukämie (ALL). 26 erhielten lediglich Palcebos, 24 kamen in die Verum-Gruppe. Sie mussten täglich eine Kapsel mit 240 mg Mariendistel-Extrakt einnehmen. Darin enthalten: 80 mg Silibinin A und B.

Am 28. und 58. Tag wurden Transaminase- und die Bilirubin-Konzentrationen gemessen. Zum Behandlungsende erzielte die Studie keine signifikanten Unterschiede an Amino-Alalin-Transferase (ALT) und Aspartat-Amino-Transferase (AST). Jedoch 30 Tage danach (Tag 58= sah es anders aus. Die Mariendistel-Gruppe verzeichnete eine deutlich niedrigere Konzentration an AST und ALT.

Ergebnis: Mariendistel-Extrakt kann bei ALL unterstützend wirken. Studie: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20014183

  1. Hamid Kalantari und sein Forscherteam der iranischen Universität in Isfahan führten ebenfalls Test mit der Mariendistel durch. An der offenen (selbstkontrollierten) Studie nahmen 55 Patienten teil. Sie litten an chronischer Hepatitis C (HCV Ab {+}, HVC-RNA (mit PCR) {+}). Ihre Leberenzym-Wete (ALT und AST) galten als normal bis erhöht.

Die Behandlung fand ohne Interferon oder Ribavirin statt. 24 Wochen lang erhielten die Patienten 630 mg Silymarin täglich. Es kam zum Vergleich der Parameter ALT, AST, HCV-RNA (mit PCR) vor und nach dem Zeitraum. Auch hier gingen die Messwerte für ALT und AST nach 24 Wochen signifikant zurück. Ebenso die Fibrose-Marker schwächten sich ab. Außerdem waren neun Patienten anschließend frei von HCV-RNA. Alle Patienten berichteten von einer deutlich gestiegenen Lebensqualität. Silymarin kann somit zu einer Linderung bei Hepatitis C beitragen.

Zur Studie: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22091246

  1. Bereits in 2009 veröffentlichte die El-Kamary et al. Eine Studie über die Wirksamkeit von Silymarin bei akuter Hepatitis. 105 Patienten, alle älter als 13 Jahre, nahmen mit typischen Symptomen (gefärbter Stuhl, Fieber etc.) einer akuten Hepatitis teil. Die Verum-Gruppe bestand aus 55 Personen, der Rest galt als Placebo-Teilnehmer. Vier Wochen lang nahmen sie dreimal täglich 140 mg eines Mariendistel-Präparates (Legalon) zu sich. Weitere vier Wochen nach Behandlungszeitraum erfolgte eine erneute Kontrolle.

In der Verum-Gruppe verbesserten sich einige Werte recht schnell. Bspw. ging die Gelbpigmentierung der Haut zurück. Der dunkle Urin ließ nach und Sklerenikterus verminderte sich. Andere Symptome erhielten keine ernstzunehmende Linderung.

Ergebnis: Die Forscher stellten fest, dass das Mariendistel-Präparat einige Symtome der Erkrankung verbessert.

Zur Studie: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19303273

  1. In einem speziellen Fall ging es den Forschern um Pilzvergiftungen mit Amatoxin. Es verursacht kurz nach der Einnahme Erbrechen, Abdominalkrämpfe und starken Durchfall. Mengs U, et al. Veröffentlichte dazu 2012 eine Übersichtsarbeit. Sie fasste verschiedene Studien und Fallberichte zusammen. Jedes Mal wurde mit Legalon® SIL behandelt.

Klinische Studien blieben aus ethischen Gründen aus. Eine Vielzahl von unkontrollierten Studien und Fallberichten zeigten jedoch eines auf: Bei Behandlungen mit Legalon konnte in knapp 1.500 dokumentierten Fällen die Sterberate auf unter 10% gesenkt werden.

Zur Studie: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22352731

Wie sich an den Mariendistel-Studien erkennen lässt, nutzt die Medizin immer nur einzelne Wirkstoffe der Pflanze. Sie lassen sich dadurch individuell konzentrieren und auf die Behandlung abstimmen.

Vermutete Wirkungsweisen der Mariendistel

Für folgende Effekte durch Mariendistel-Präparate existieren noch keine ausreichend fundierten Belege. Teilweise liegen jedoch Erfahrungswerte aus der Heilkunde verschiedener Mediziner vor:

  • Verbesserungen bei bestehender Fettleber.
  • Funktionelle Störungen der Gallenwege.
  • Linderung von Rheuma (Ausleitung von Giften)
  • Hilfe bei Verstopfung und Hypotonie
  • Durch Leberleiden verursachte Migräne mit Übelkeit

Nach heutigem Stand (Mai 2018), sind uns dazu keine Beweise durch Mariendistel-Studien bekannt. Allerdings interessiert sich die Forschung sehr für die einzelnen Wirkstoffe. Neuer Erkenntnisse in absehbarer Zukunft sind also nicht ausgeschlossen.

Nachteile der Mariendistel-Präparate

Sie zählt zu den Korbblütlern. Ein Teil von uns reagiert allergisch auf diese Gewächse. In solchen Fällen kann es zu Ausschlägen, Atemproblemen und mehr kommen. Wer davon betroffen ist, kann diese Heilpflanze leider nicht für sich nutzen.

Auch bei der Dosierung solltest du nur die empfohlene Menge einnehmen. Hochdosierte Mariendistel kann Blähungen und ernsthafte Bauchschmerzen verursachen. Deine Apotheke bzw. Arzt sollte dich zur korrekten Verfahrensweise informieren können.

Nicht-medizinische Mariendistel-Produkte

Abgesehen von der Verordnung vom Arzt, können Interessierte verschiedene Mariendistel-Präparate frei erhalten. Wichtig ist hierbei die Unterscheidung zwischen der reinen, hochkonzentrierten Mariendistel und jenen Produkten, denen sie nur beigemischt wird. Mariendistel ist frei verkäuflich fast nur in Kapselform zu bekommen.

Hersteller versprechen damit so einiges. Unter anderem die Entgiftung der Leber. Auch sei sie fieberhemmend und helfe bei Verdauungsstörungen. Was tatsächlich der Fall sein kann, wenngleich in teilweise noch die passenden Beweise durch Studien fehlen.

Beim Kauf von Mariendistel-Produkten solltest du auf folgende Aspekte achten:

  • Die Höhe der Konzentration pro Kapsel.
  • Ob es sich um reine Mariendistel handelt.
  • Wird die gesamte Pflanze/Frucht verarbeitet oder nur ein bestimmter Wirkstoff?
  • Handelt es sich um Bio-Qualität?
  • Sind Zusätze enthalten und falls ja, warum bzw. wie wirken diese?

Wichtig ist es hierbei auch Kontakt zum Hersteller zu suchen. Sofern dieser nicht schon umfassende Informationen zu Anbau und Verarbeitung bereitstellt. Auf den Feldern sollten gewisse Standards, insb. Zur Bio-Qualität, eingehalten werden. Benachbarte Anbaugebiete könnten Pestizide und Fungizide verwenden. Ein feiner Sprühnebel, welcher sich womöglich auf die Mariendisteln niederlegt und somit in die Produktion gelangt.

Bei eben dieser sollte auf die Verwendung von Füllstoffen verzichtet werden. Somit wird gewährleistet, dass du ein wirklich sauberes Produkt kaufst und unbekannte Nebenwirkungen vermieden werden. Daher lohnt es sich, vor dem Kauf zwei drei Hersteller für mehr Details zu kontaktieren.

Wie wird die Mariendistel verarbeitet?

Zu medizinischen Zwecken werden bestimmte Teile der Mariendistel extrahiert. Sie nennen sich Silibinin, Silychristin, Isosilibinin und Silydianin. Einzeln sind sie schon recht wirksam, aber in Kombination besonders effektiv. Aus den Früchten können Produzenten zudem Linolsäure und Ölsäure gewinnen. Auf ihre geringe Masse betrachtet, besitzt die Mariendistel außerdem recht viel Eiweiß.

Aufgrund der oben beschrieben und mit Studien belegten Wirkungsweisen, kann die Mariendistel vielseitig eingesetzt werden.

Die Mariendistel in der Natur

Die Mariendistel in der Natur

Vorkommen, Anbau & Aussehen

Ursprünglich stammt die Mariendistel aus dem Mittelmeerraum. Sie wächst unter idealen Bedingungen am besten auf den Kanaren, den Azoren und Madeira. Ihre Ausbreitung hat bis in den Iran und Südrussland stattgefunden. Wobei sie auch in Richtung Mitteleuropa gezogen ist. Auf den Kontinenten Australien, sowie Nord- und Südamerika ist sie auch zu finden.

Das Wachstum gelingt ihr am besten auf trockenen und steinigen Böden. Sie ist viel Hitze gewohnt.

Seit geraumer Zeit nutzt auch die Pharmaindustrie die Mariendistel. Wofür eigens neue Anbaugebiete in Deutschland, Venezuela, Argentinien, Ungarn und China angelegt worden sind. Ihre Früchte lassen sich im August bei voller Reife ernten.

Bei der Mariendistel handelt es sich um eine höchstens zweijährige Pflanze. Sie kann bis zu 150 cm groß werden. Am Stängel sieht es kahl aus, wenngleich sich ein leichter Flaum bildet, der an Spinnenweben erinnert. Ihr schlanker Körper fällt wenig auf, ihre bis zu 50 cm langen Laubblätter dagegen schon. An den Grundblättern befinden sich wenige Millimeter lange Dornen. In der Blüte bilden sich vier bis fünf Zentimeter lange Körbe aus.

Wie findest Du diesen Artikel? Über eine Bewertung / Nachricht würden wir uns freuen – Danke.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Heute wechseln wir zur dunklen Seite der Superfoods. Um dir zu zeigen, dass auch schwarze Lebensmittel gesund sein können.

Die Rede ist von der Aktivkohle. Diese kanntest du vermutlich nur für den Einsatz in Wasserfiltern. Doch in den vergangenen Monaten nimmt das Thema hinsichtlich der Gesundheit und Schönheit immer mehr an Fahrt auf.

Vielleicht haben die Japaner mit ihren „Black Foods“ diesen Trend gestartet. Sie produzieren schwarze Würstchen, Hotdogs, Eis und vieles mehr. Ein absoluter Hit im Fernen Osten.

Doch nun heißt es, dass Aktivkohle sehr gesund sei. Sie soll über hervorragende Eigenschaften verfügen. Wir gehen dem nach und versuchen, sofern möglich, die Vorteile zu beleuchten und vor eventuellen Gefahren zu warnen. Bleibe uns die nächsten Minuten erhalten, um alles zu erfahren.

Nährwerte & Inhaltsstoffe

Hier beginnt bereits der Spaß, denn zum Stichwort „Aktivkohle“ findet man in den Online Shops alles Mögliche. Reine Aktivkohle zum Rauchen in der Pfeife. Aktivkohle zur Reinigung der Zähne, damit sie auf natürlichem Wege wieder weiß werden. Oder Aktivkohle in Form von Kapseln, um sie als Nahrungsergänzung einzunehmen.

In fast allen Fällen scheint die Aktivkohle aus Kokosschalen gewonnen zu werden. Wenn man bedenkt, dass diese bei der Gewinnung von Kokosmilch nur als Abfallprodukt weggeworfen werden, kein schlechter Ansatz. Somit finden sie noch eine Verwendung.

Allerdings lassen sich Nährwerte und Inhaltsstoffe der Aktivkohle somit schlecht bestimmen. Einen ersten Anhaltspunkt fanden wir bei den Kapseln von GPH. Auf der Verpackungsrückseite wird erwähnt, dass Aktivkohle durch „Karbonisierung von Pflanzenteilen“ entsteht. Sie besteht überwiegend aus dem Element Kohlenstoff.

Was bedeutet Karbonisierung?

Dieses Verfahren findet für verschiedene Zwecke seine Anwendung. Wobei es sich meist um industrielle Erzeugnisse handelt. Also nichts, was wir am Ende verzehren könnten.

Dann fanden wir bei DG Engineering folgende Erklärung:

„Karbonisierung bedeutet die Umwandlung organischer Substanzen in Kohle oder kohlehaltige Feststoffe durch Pyrolyse.“

Im weiteren Verlauf der Beschreibung nimmt man Bezug auf die Aktivkohle. Mit der Erwähnung, dass der Charakter der Aktivkohle vom Ausgangsstoff abhängt. Hierauf solltest du also achten und Kokosschalen scheinen dabei keine schlechte Wahl zu sein.

Ist Aktivkohle gesund?

Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangsstoffe, können wir keine genauen Angaben zu Inhaltsstoffen und Nährwerte der Aktivkohle machen. An dieser Stelle lässt sich noch nicht genau klären, ob Aktivkohle gesund ist oder nicht.

Aktivkohle: Wirkung und Nebenwirkungen

Weshalb wir gleich mit den versprochenen Wirkungen und Nebenwirkungen weiter machen. Denn Aktivkohle ist in mancher Hinsicht hoch umstritten. Manche halten sie für ein geniales Superfood und heilsame Nahrungsergänzung. Andere warnen davor, dass sie gesundheitlich bedenklich ist.

Welche Wirkung hat Aktivkohle?

Starten wir also mit den positiven Eigenschaften, mit denen Aktivkohle-Kapseln & Co beworben werden. Wie viel davon wirklich stimmt, muss teilweise erst noch wissenschaftlich belegt werden. Sollten wir Studien zur Aktivkohle gefunden haben, sind diese weiter unten im Text verlinkt.

Grundsätzlich weiß man, dass Aktivkohle eine sehr poröse Oberflächenstruktur besitzt. Weshalb sie gern mit einem Schwamm verglichen wird, der andere Stoffe aufnehmen und binden kann. Die Gesundheitsversprechen sind weitreichend. Aktivkohle soll Toxine, Chemikalien und schlechte Gerüche festhalten und aus dem Körper leiten.

In diesem Zusammenhang wird häufig von der „medizinischen Kohle“ gesprochen. Wobei Ärzte solche Produkte aus Nussschalen, Baumrinde und Torf wohl eher selten empfehlen.

Aktivkohle räumt den Darm auf

Wer über typische Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt klagt, kann sich mit medizinischer Kohle etwas Linderung verschaffen. Demnach soll sie gegen Blähungen, Durchfall, Erbrechen und Völlegefühl helfen. Manche gehen so weit und empfehlen sie sogar bei der Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) und Lebensmittelvergiftungen.

Gewarnt wird hingegen davor, wenn der Durchfall mit Fieber auftritt. Dann sollte Aktivkohle im Schrank verweilen.

Erklärungsversuche deuten darauf hin, dass Aktivkohle Bakterien und Schadstoffe an sich bindet. Womit sie keinen Schaden mehr anrichten können. Den Rest überlässt du deiner Verdauung, welche das Gebilde dann über den Stuhl ausleitet.

Aktivkohle bei Vergiftungen

Empfehlungen gehen in die Richtung, Aktivkohle auch in der Notfallapotheke bereitliegen zu haben. In Fällen von verschluckten Chemikalien und toxischen Substanzen, soll medizinische Kohle umgehend eingenommen werden. Kohlenstoff verbindet sich mit den giftigen Bestandteilen und hemmt deren schädlichen Auswirkungen. Was auf die Adsorptionsfähigkeit des Kohlenstoffs zurückzuführen ist. Wer schnell genug handelt, soll somit das Übertreten der Toxine in den Blutkreislauf verhindern können.

Abnehmen mit Aktivkohle

Nehmen wir an, dass Aktivkohle tatsächlich schädliche Stoffe im Stoffwechsel bindet, würde dies auch beim Abnehmen helfen. Nicht allein durch die regelmäßige Einnahme von medizinischer Kohle, aber als Ergänzung. Ein von Schadstoffen befreiter Magen-Darm-Trakt funktioniert besser. Er könnte somit eine gesunde Ernährung mit reichlich Vitalstoffen besser verwerten.

In Verbindung mit ausreichend Wasser und reichlich Ballaststoffen, wäre eine Darmkur mit Aktivkohle denkbar.

Kurzes Zwischenfazit

Aktivkohle scheint ein paar interessante Eigenschaften zu besitzen. Grundsätzlich hilft sie unserem Stoffwechsel auf die Sprünge. Ob als Pulver oder Kapseln, Aktivkohle ist für diverse Beschwerden in diesem Bereich einzunehmen. Wie gut sie tatsächlich wirkt, hängt unter anderem auch von der einzelnen Person ab.

Aktivkohle

Welche Nebenwirkungen bringt Aktivkohle mit sich?

Doch selbst wenn sich diese positiven Wirkungsweisen hinreichend bestätigen lassen, verbleiben noch einige Nebenwirkungen. Denn Kohlenstoff besitzt die Eigenschaft sich an diverse Stoffe zu binden. Diese müssen nicht immer negativer Natur sein. Alles was auf Kohlenstoff basiert, bspw. Vitamine und Nährstoffe, unterscheidet die Aktivkohle nicht.

Ebenso ist die Einnahme mit Medikamenten und der Pille als Verhütungsmittel bedenklich. Aktivkohle könnte die gewünschte Wirkung neutralisieren. Ob es dabei ausreicht, die Medizin im zeitlichen Abstand zur Aktivkohle einzunehmen, wissen wir nicht. Hier ist auf jeden Fall ein fachkundiger Arzt einzubeziehen.

Mal angenommen die Aktivkohle kommt im Körper mit keinem Stoff in Verbindung, so wird sie unverändert ausgeschieden. Unser Stoffwechsel soll sie selbst nicht verwerten können. Bedenke jedoch die schwammartige Wirkung, welche deinem Körper auch Wasser entziehen kann. Bei einer zu hohen Dosis von Aktivkohle, kommt es zu Verstopfungen, Übelkeit und/oder Erbrechen.

Und optisch musst du beim Aktivkohle-Pulver aufpassen. Egal ob als Getränk oder in Speisen: Es färbt deine Zähne und Mundraum kräftig schwarz. Selbst wenn du nur Aktivkohle-Kapseln verwendest, wird sich zumindest dein Stuhlgang schwärzen. Ein optischer Makel, der aber keine realen Auswirkungen mit sich bringt.

Aktivkohle zur äußeren Anwendung

Bis hierhin gingen wir nur auf den Verzehr von Aktivkohle und die möglichen Vorteile ein. Doch der Kohlenstoff macht sich nicht nur in einem Smoothie gut. Auf dem Schönheitsmarkt ist Kohlenstoff schon für einige Jahre der Renner. Ob in Shampoos, Masken oder Zahnpaste: Aktivkohle verspricht ein gesünderes und schöneres Aussehen mit wenig Aufwand.

Wie sehr sich diese Versprechen bewahrheiten, hängt nicht nur vom Kohlenstoff selbst ab. Hersteller mischen Aktivkohle mit anderen Substanzen, um eine noch bessere Wirkung zu erzielen. Gerade im Beauty-Sektor solltest du dich deshalb in die Rezensionen (falls vorhanden) genauestens einlesen.

Ähnlich wie bei der Verdauung, soll Aktivkohle auf der Haut absorbierend wirken. Und zwar um Chemikalien und andere Schadstoffe zu entfernen. Diesen sagt man nach, sie würden unsere Haut schneller altern lassen. In der Zutatenliste solltest du den Begriff „charcoal“ finden. Andernfalls ist wahrscheinlich gar kein Kohlenstoff enthalten und man versucht dich mit leeren Werbeversprechen zu ködern.

Aktivkohle für weiße Zähne

Regelmäßiger Genuss von Tee, Kaffee und Wein, sowie das Rauchen, hinterlassen unansehnliche Rückstände auf den Zähnen. Aktivkohle soll hierbei helfen und die teilweise sehr alten Ablagerungen binden. Zahnpasta mit Aktivkohle kann deshalb dazu beitragen, das Weiß deiner Beißer zurückzuerhalten.

Einen wirklichen Nachweis gibt es dazu nicht. Kundenmeinungen zu Zahnpasta mit Aktivkohle gehen weit auseinander. Manche sehen einen Effekt nach zwei bis drei Wochen. Andere halten die Idee für reine Geldverschwendung. Der Grundgedanke der Bindung von Ablagerungen erscheint zumindest nachvollziehbar. In der Praxis hängt es aber sehr wohl vom Grad der Verfärbung ab. Die Garantien der Händler sind deshalb mit Vorsicht zu genießen.

Aktivkohle-Masken gegen Mitesser & Akne

Einige der „beliebtesten Hautleiden“ soll mit Aktivkohle effektiv zu Leibe gerückt werden können. Mitesser und Akne stehen ganz oben auf der Liste der Versprechen. Fertige Präparate kosten nicht gerade wenig, können aber funktionieren.

Wobei sich das Aktivkohle-Pulver auch einfach mit Wasser vermischen lässt. Daraus entsteht eine Masse, welche du auftragen kannst. Für wenige Minuten eintrocknen lassen und dann vorsichtig entfernen. Fertige Masken haben den Vorteil, dass sie sich leichter abziehen lassen. Nachteilig können zusätzliche Inhaltsstoffe sein, wenn du auf diese allergisch reagieren solltest.

Einnahme, Dosierung & Anwendung von Aktivkohle

Hersteller von Aktivkohle-Präparaten geben sehr unterschiedliche Empfehlungen. Was auf die verschiedenen Konzentrationen der Kapseln und Pulver zurückzuführen ist. Wir können deshalb nur ein paar pauschale Aussagen zur Einnahme, Dosierung und Anwendung treffen.

Wofür verwende ich es?

Die Anwendungsgebiete sind sehr vielfältig. Zur Reinigung der Zähne, als Masken für die Haut und zur Darmsanierung. Aktivkohle verwendet man wegen ihrer bindenden Eigenschaften. Alles was auf Kohlenstoff basiert, neigt dazu an ihr haften zu bleiben.

Wie nehme ich es ein?

Aktivkohle wird bei uns als Kapseln und Pulver angeboten. Als Kapseln eingenommen, entwickelt sich ihre Wirkung erst im Magen-Darm-Trakt. Pulver kann hingegen im Mund, auf der Haut und den Zähnen wirken. Ferner ist Aktivkohle Bestandteil vieler Beauty-Produkte, welche ein schöneres Aussehen versprechen.

Wie lagere / bewahre ich Aktivkohle auf?

Egal ob als Kapseln oder Pulver: Aktivkohle wird in der Regel schon in einer optimalen Verpackung mitgeliefert. Wichtig ist es, das Produkt luftdicht und vor Feuchtigkeit geschützt aufzubewahren. Wenn die vom Händler genutzte Verpackung nur einen gewöhnlichen Frischhalteverschluss besitzt, solltest du die Aktivkohle umschütten.

Wann wirkt Aktivkohle?

Dies hängt mit der Verdauung zusammen, welche bei jedem Menschen unterschiedlich schnell arbeitet. Aktivkohle löst sich in Wasser sehr gut auf und sollte daher relativ zügig aktiviert werden. Nach etwa 30 bis 60 Minuten sollte sie in deinem Darm angekommen sein, um dort ihr Werk zu verrichten.

Wann sollte ich Aktivkohle essen?

Bei der Recherche wurde uns mehrfach empfohlen, die Aktivkohle zusammen mit den Hauptmahlzeiten einzunehmen. Vermutlich deshalb, weil sie sich vorrangig auf unsere Verdauung auswirkt. Demnach kann es helfen, eine Kapsel bei sehr fettigen und kalorienhaltigen Essen zu nutzen.

Aktivkohle kaufen

Zum Glück ist Aktivkohle mittlerweile sehr weit verbreitet. Du wirst daher keine Schwierigkeiten haben sie irgendwo kaufen zu können. Ganz im Gegenteil, du hast hier die Chance umfangreiche Preisvergleiche zu erstellen. Was im Internet am einfachsten funktioniert, weil bei den großen Online-Versandhäusern viele namhafte Hersteller vertreten sind.

Worauf beim Kauf achten?

Trotzdem solltest du nicht blindlings einer bekannten Marke vertrauen. Versuche eigenständig bzw. durch Kontakt zum Hersteller folgende Fragen zu beantworten:

  • Handelt es sich um ein Bio-Produkt bzw. worauf achtet der Hersteller besonders?
  • Aus welchem Rohstoff wird die Aktivkohle gewonnen?
  • Wie finden Verarbeitung und Verpackung statt?
  • Handelt es sich um reine Aktivkohle oder eine Mischung?
  • Können Schadstoffe 100%ig ausgeschlossen werden?

Egal ob zur Einnahme oder für deine Haut. Aktivkohle sollte von hoher Qualität sein. Damit sie den optimalen Effekt erzielt und unerwünschte Nebenwirkungen ausbleiben.

Wo kaufen?

Es ist mittlerweile nicht mehr schwer Aktivkohle zu kaufen. Nahezu alle Drogerien und Discounter führen entsprechende Gesundheits- und Schönheitsabteilungen dazu. Du wirst mit Sicherheit bei DM, Rossmann, Rewe, Penny, Lidl & Co fündig werden.

Ansonsten kannst du im Internet bei Amazon und eBay schauen. Was den Vorteil mit sich bringt, dass viele Aktivkohle-Produkte schon einige Rezensionen besitzen. Käufermeinungen von realen Anwendern sind bei so umstrittenen Produkten sehr nützlich. Sie zeigen auf, wie viel Wahrheit in den tollen Versprechen steckt. Wobei du auch hier einen objektiven Blick behalten musst. Je mehr Bewertungen du durchliest, desto klarer wird dein erster Eindruck.

Beliebte Aktivkohle-Marken

Hersteller von Aktivkohle existieren so einige. Wir haben uns bei Amazon & Co umgesehen. Mit dem Fokus auf jene Händler, welche bislang viele gute Bewertungen erhielten. Im Idealfall ist die Marke mit mehreren Produkten vertreten, um die Spezialisierung auf medizinische Kohle zu verdeutlichen. Einen Blick wert sind:

  • actiTube
  • Occulto
  • GPH
  • Biotiva

Studien zur Aktivkohle

Nun zum wirklich spannenden Teil. Existieren bereits Aktivkohle-Studien, welche die Versprechungen auch belegen können?

  • Auf Ärzteblatt.de fanden wir einen Artikel. In der Einleitung dazu steht: „Aktivkohle adsorbiert schnell, universell und mit hoher Kapazität eine Vielzahl von Giften. Deshalb wird der Aktivkohletrunk bei wachen Patienten inzwischen als wichtigstes Dekontaminationsverfahren nach oraler Vergiftung angesehen und hat in den meisten Fällen induziertes Erbrechen und Magenspülung ersetzt.“ Im Beitrag geht man sehr ausführlich auf die Möglichkeiten medizinischer Kohle ein und das selbst Laienhelfer unter Anweisung Leben retten können. Aktivkohle wirkt sehr rasant und ist in der Lage diverse Giftstoffe zu binden.
  • In dieselbe Kerbe schlägt eine andere Studie. Sie bestätigte die positive Wirkung gegen Toxine im Verdauungstrakt. Hierbei nahmen die Wissenschaftler Bezug auf allergische Reaktionen und oxidative Schäden, welche durch bestimmte Toxine ausgelöst werden können.
  • Eine weitere Aktivkohle-Studie geht auf die verbesserte Wundheilung ein. Hierzu nutzt man das Pulver oder Kapseln und mischt diese mit Wasser bzw. Kokosöl an. Was auch bei Insektenstichen und anderen Hautirritationen helfen kann.
  • An dieser Stelle wurde uns die Aktivkohle zum ersten Mal bei zu hohem Cholesterin vorgeschlagen. Auch dazu fanden wir eine kleine Studie. Dabei erhielten sieben Patienten mit sehr hohen Cholesterinwerten eine vierwöchige Behandlung mit 8 Gramm Aktivkohle täglich. Das Cholesterin insgesamt senkte sich um 25%, beim LDL-Cholesterin ging es sogar um 41% nach unten. Wohingegen das HDL-Cholesterin um 8% zunahm. Nebeneffekte konnten in dieser Studie kaum festgestellt werden und waren deshalb vernachlässigbar.
  • Und auch gegen die Gasbildung (Blähungen) im Darm nützt Aktivkohle tatsächlich. In einer Studie fanden die Forscher heraus, dass 500 mg vor jeder blähenden Mahlzeit helfen. Hierzu sind Aktivkohle-Kapseln empfehlenswert, da sie sich erst im Magen öffnen.

Wir können also zusammenfassen, dass die meisten genannten Vorteile tatsächlich einzutreffen scheinen. Insbesondere bei akuten Vergiftungen durch schlechtes Essen oder Chemikalien, kann Aktivkohle sehr schnell Linderung verschaffen. Ein guter Tipp für deine Notfallapotheke daheim und auf Reisen.

Gewinnung von Aktivkohle

Zur Herstellung von medizinischer Kohle können sehr unterschiedliche Ausgangsstoffe herangezogen werden. Wenn es um die Einnahme und Verwendung auf der Haut geht, dienen meist pflanzliche Stoffe wie Nussschalen als Basis. Alternativ lassen sich auch Holz, Torf, Braun- und Steinkohle, ja sogar manche Kunststoffe nutzen. Wir tendieren zur pflanzlichen Aktivkohle, welche frei von tierischen und chemischen Quellen ist. Womit sie auch für Vegetarier und Veganer verwendet werden kann.

Der gewählte Ausgangsstoff wird nun mit dem Verfahren der Gasaktivierung oder der chemischen Aktivierung in Aktivkohle umgewandelt. Weil chemische Zusätze dem Anspruch von Superfoods und gesunder Lebensweise widersprechen, konzentrierten wir uns auf die „trockene Destillation“.

Hierbei erhitzt man das Material in einer sauerstoffreichen Umgebung. Flüchtige Bestandteile werden somit bei etwa 800 Grad Celsius entfernt. In diesem Zustand spricht man von der „Rohaktivkohle“. Es findet nun eine oxidative Aktivierung bei 700 bis 1.000 Grad Celsius statt. Wasserdampf, Kohlendioxid und stellenweise auch die Luft, reagieren dabei mit. Am Ende liegt Kohlenstoffmonoxid vor, der zahlreiche Poren gebildet hat.

Genau in diesem Zustand lässt er sich als Aktivkohle-Pulver und -Kapseln weiterverarbeiten.

Aktivkohle-Rezepte

Dank der geschmacksneutralen Eigenschaft, kann die Aktivkohle überall beigemischt werden. Bspw. in Smoothies oder einfach nur in Wasser aufgelöst. In Verbindung mit Weizenkleie und Wasser, entsteht ein Brei, welcher sich auftragen lässt. Somit soll Akne und Pickeln entgegengewirkt werden.

Nur musst du dich damit abfinden, dass Aktivkohle stark schwarzfärbend ist. Es bedarf also im Anschluss einer gründlichen Reinigung von Zähnen, Haut etc.

Bildnachweis: 192721238 © Heike Rau – fotolia.com 122712194 © Roger Heil – fotolia.com

Weihrauch - Wirkung und Anwendung

Die Geburt von Jesus Christus. Wie das heilige Buch der Christen erzählt, erreichten nach einer langen Reise nach Betlehem drei Weise aus dem Morgenland die Grippe und übergaben anlässlich des Neugeborenen ihre Geschenke. Gold, Myrrhe und Weihrauch. Der Wert von Gold als eines der Gaben muss nicht weiter erklärt werden. Doch Myrrhe und Weihrauch bedarf einer genaueren Überlegung, vergleicht man es mit dem glänzenden Edelmetall.

In den Aufmerksamkeiten der Reisenden, die durch den hellen Stern am Nachthimmel geführt worden sind, verbirgt sich mehr als Glaube. Es lässt uns an einem uralten Heilwissen teilhaben. Ein Heilwissen das im fernen Orient, in Arabien, China und auch im antiken Griechenland bereits angewandt wurde. Nach und nach tauchen immer mehr Studien auf, die die heilende Wirkung der königlichen Ehrungen beweisen und völlig neue Dimensionen der Weihnachtsgeschichte öffnen.

Infos zu Weihrauch

Weihrauch ist mehr als nur Duft

Auch wenn Ihnen das ein oder andere Mal Weihrauch in Verbindung mit einer heilenden Wirkung zu Ohren gekommen sein mag, assoziiert man hier zu Lande vor allem den Duft aus der Kirche damit. Das Verdampfen des Stoffes ist Ritual vieler kirchlicher Zeremonien, zum Beispiel während des Hochamtes. So wurde es aber beispielweise auch im Mittelalter eingesetzt um die Pest aus den Häusern zu treiben. Aberglaube oder weises Wissen? Wissen darüber, dass Weihrauch eine desinfizierende Eigenschaft besitzt. Dass Weihrauch auch eine medizinische Wirkung zeigen kann, ganz ohne den Glauben an die seelenreinigende Wirkung durch Schwenken in den heiligen Hallen der Kirche.

Der Weihrauch-Baum

2010 reiste Jeremy Howell, ein Journalist des britischen Nachrichtendienstes „BBC“ in den Oman, der im Osten der arabischen Halbinsel liegt. Dort wollte er der so angepriesenen Wirkung des Weihrauchs auf den Grund gehen. Vor allem die Anti-Krebs-Eigenschaften haben den Reporter interessiert. Von Maskat, der Hauptstadt des Sultanat Oman, erreichte der Berichterstatter nach elf Stunden Fahrt das sogenannte Weihrauchland des Staates. Die Region heißt Dhofar und ist die Heimat tausender wildwachsender Boswellia Sacra- der Weihrauch-Baum. Besser gesagt eine Art dieser Gattung.

Er gehört zu der Familie der Balsambaumgewächse und kommt nur im Oman, in Somalia und in Jemen vor. Es ist ein kleiner, stark verzweigter Baum mit dicken Ästen, die in der Trockenzeit keine Blätter tragen. Er kann als ausgewachsener Baum eine Höhe von vier bis fünf Metern erreichen. Schon 7000 Jahre vor der Geburt Christi wurde der Weihrauch aus dem Harz dieser Bäume gewonnen, verkauft und genutzt.

Die Gewinnung von Weihrauch

Von Generation zu Generation wurde die Ernte-Methode des Baumes in Dhofar weitergegeben. Mit einem bestimmten geschwungenen Messer wird die Rinde des Baumes eingeritzt bis Harz aus der Öffnung tritt. Nachdem das gelblich glänzende Harz dann in der Sonne getrocknet ist, kann die tränenförmige Substanz abgetragen werden. Die erste Ernte der Harztränen hat am Anfang der Saison erst eine sehr minderwertige Qualität. Früher wurde diese Ernte weggeworfen, heute können auch aus diesem Ertrag die wertvollen Stoffe gewonnen werden. Drei Wochen später wird der Prozess an genau derselben Stelle in der Rinde wiederholt und eine qualitativ viel hochwertigere Ernte ist möglich. Je nach Alter und Größe des Baumes liegt die Harzausbeute zwischen drei und zehn Kilogramm. Um Weihrauch herzustellen werden von 25 verschiedenen Weihrauch-Baumarten vorwiegend drei genutzt: der Boswellia sacra (arabischer Weihrauch), Boswellia serrata (indischer Weihrauch) und Boswellia frereana (somalischer Weihrauch). Das Harz wird in der Fachsprache Olibanum genannt.

Die Wirkung von Weihrauch

Die Wirkung von Weihrauch ist in vielen Bereichen einsetzbar. Man rechnet dem bernsteinfarbigen Baumharz eine schmerzstillende, desinfizierende und auch schleimfördernde Eigenschaft zu. Auf vielen Ärztekongressen wird der Einsatz von Weihrauch bei chronischen rheumatischen Krankheiten positiv erwähnt, aber auch bei Magen-Darm-Erkrankungen und sogar Multiple Sklerose kann durch das Baumharz als Heilmittel positiv Einfluss genommen werden.

  • Weihrauch gegen Arthrose
    Weihrauch hilft gegen chronisch-entzündliche Krankheiten und auch gegen Arthrose. Arthrose ist der Gelenkverschleiß, der jedoch das altersübliche Maß des betroffenen Menschen übersteigt. Das Harz des Boswellia-Baumes lindert die Schmerzen und sogar die Gelenksteife lässt nach.
  • Weihrauch gegen Rheuma
    Auch Rheuma fällt unter die chronischen Erkrankungen. Es sind Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat, die oft fließende, reißende und ziehende Schmerzen in den Gelenken verursachen. Bereits vor 5000 Jahren wurde Rheuma in der ayurvedischen und indischen Medizin mit Weihrauch bekämpft.
  • Weihrauch gegen Entzündungen
    Entzündungen können vielseitig auftreten. Magenleiden, Magen-Darm- oder Hauterkrankungen sind häufige Erscheinungen. Das Einnehmen von Weihrauch kann inneren Entzündungen dank der schleimfördernden und entzündungshemmenden Wirkung entgegenarbeiten.

Wie wird Weihrauch angewendet?

Es ist zwischen handelsüblichem Weihrauch und standardisiertem Weihrauch zu unterscheiden. Zugelassene Medikamente enthalten eine standardisierte Dosis, während normaler Weihrauch nicht innerlich eingenommen werden darf! Anwendbar ist das Gummiharz in Tablettenform, häufig auch als Tropfen oder als homöopathische Lösung.

Weihrauch - Studien und Anwendung

Weihrauch – Studien und Anwendung

Die Formen von Weihrauch

Präparate mit Weihrauch sind in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel gelistet. Verfügbar sind diese Präparate in der Apotheke oder in Online-Shops. Da Weihrauch europaweit jedoch in anderen Dosen verkauft werden darf, muss beim Kauf im Internet auf eine gesunde Mischung geachtet werden und natürlich zudem auf die weiteren Zugaben des Präparates.

  • Weihrauch-Kapseln
    Zur Behandlung innerer Erkrankungen sollten nur extra dafür hergestellte Mittel eingenommen werden. Inhalieren von normalem Weihrauch hat vergleichsweise keine bis sehr geringe Wirkung. In den Kapseln wird der Extrakt samt aller Boswelliasäuren erhalten.
  • Weihrauch-Tabletten
    Die Tabletten verhalten sich ähnlich wie die Kapseln. Der Unterschied in der Definition ist der, dass Tabletten auch in Wasser gelöst oder im Mund gelutscht werden können. Eine andere Aufnahme durch die Schleimhäute ist die Folge und bestimmte Krankheiten können dadurch gezielter behandelt werden.
  • Weihrauch-Creme
    Weihrauch-Creme kann beim punktuellen Auftragen Juckreiz lindern und kühlend wirken. Durch die entzündungsbekämpfende Wirkung seien die behandelten Stellen glatter, heller und weniger gereizt. Die Creme ist zudem nicht zwangsläufig mit viel Fett angesetzt, was manchen Hauttypen sehr entgegenkommt.
  • Weihrauch-Balsam
    Balsam arbeitet mit Wundverbänden oder Kompressen zusammen. Er dient also der äußeren Anwendung bei Geschwüren und Abszessen. Der Balsam wird jedoch sehr häufig auch zur Pflege beworben. Er soll wohltuend bei Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich wirken und der Geruch soll wohltuende Pflege unterstützen.
  • Weihrauch als Öl
    Früher- und mit Sicherheit vorwiegend durch die sakrale Anwendung- wurde Weihrauch als der Atem der Göttlichkeit bezeichnet. Es wird eine Wasserdampf-Destillation des Harzes angewandt um das Öl herzustellen. Öl wird, wie in der Kirche, hauptsächlich zum spirituellen Gewinn genutzt, kann aber auch für entspannende Bäder oder Massagen sorgen.

Wie findest Du diesen Artikel? Über eine Bewertung / Nachricht würden wir uns freuen – Danke.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 votes, average: 4,00 out of 5)
Loading...

Maca Wurzel Teaser

Wenn ein Kinderwunsch besteht und dieser nicht auf Anhieb klappt, stellt sich schnell Frustration ein. Nachdem die Frau ihre Pille oder andere hormonelle Verhütungsmethode abgesetzt hat, sollten sich Paare mindestens ein Jahr Zeit geben. Frühestens dann ist der Rat beim Arzt einzuholen, um so manche Untersuchung in Betracht zu ziehen. Bis dahin braucht es aber, damit sich der weibliche Organismus wieder von den zugeführten Hormonen entwöhnen kann.

Bleibt nach einem Jahr die Nachricht über den erhofften Nachwuchs aus, gibt es verschiedene Lösungen. Wer hierbei auf natürliche Ansätze setzen möchte, sollte sich zum Thema Maca einlesen.

Was steckt hinter der Maca-Pflanze?

Wir reisen in die peruanischen Regionen, dort wo die Maca-Pflanze ihr Zuhause hat. Sie wird auch als „Peru-Ginseng“ bezeichnet und ordnet sich unter den Kressen ein. Dem Kreuzblütengewächs sind die oberen Höhenlagen am liebsten. Hinter der Nahrungs- und Heilpflanze steht eine Geschichte von etwa 2000 Jahren. Trotzdem ist sie in europäischen Ländern so gut wie unbekannt.

Optisch fällt sie nicht besonders auf. Ihr Erscheinungsbild von etwa 20 Zentimetern muss mindestens jedes zweite Jahr neu wachsen. In ihrer Blüte sieht man sie flächendeckend den Boden erobern. In ihren Knollen speichert sie den Hauptteil ihrer wichtigen Nährstoffe.

Eben jene Maca-Knolle liefert ihrem Konsumenten viel Eisen, Zink, Kalzium, Magnesium, Phosphor, verschiedene Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Ihr spezieller Vitalstoff-Mix soll dafür sorgen, dass Frauen und Männer zu höherer Fruchtbarkeit gelangen. Denn es liegt nicht immer nur an den Damen.

Wie kann Maca beim Kinderwunsch helfen?

Zunächst einmal sollte die Frau ihre fruchtbaren Tage berechnen. Dieser Prozess ist pro Zyklus zu wiederholen, um den Zeitpunkt des nächsten Eisprungs zu kennen.

Beim Maca gibt es zwei Sorten zu unterscheiden. Rotes Maca-Pulver bzw. -Kapseln sind für die Frau gedacht, weil es den Eisprung fördert. Seine Inhaltsstoffe helfen den Hormonen dabei, kurz vorher alles in die Wege zu leiten. Um die Fruchtbarkeit bei Männern zu erhöhen, ist schwarzes Maca empfehlenswert. Es soll die Spermienqualität verbessern. Wenn zuvor keine Untersuchung stattfand, nehmen beide Partner das jeweilige Maca-Produkt ein. Dadurch können sie die Chance einer erfolgreichen Befruchtung erhöhen.

Rotes Maca: Es gibt viele Gründe warum das hormonelle Gleichgewicht aus den Fugen geraten kann. Alternativ kann es auch an einem Mangel bestimmter Nährstoffe liegen, warum der weibliche Körper nicht empfangsbereit ist. Seltener liegen auch Verletzungen in den Fortpflanzungsorganen vor. Rotes Maca begünstigt die weibliche Progesteronproduktion. Ebenso kommt es zu einer Anhebung vom Estradiolspiegel. Zwei sehr wichtige Stoffe wenn Paare schwanger werden wollen. Durch die regelmäßige Einnahme kann rotes Maca die Zahl der Eisprünge anheben. Außerdem wirkt es aphrodisierend.

Schwarzes Maca: Auch Männer können stressbedingt und/oder durch die falsche Ernährung weniger gut zur Fortpflanzung fähig sein. Schwarzes Maca zielt in diesem Fall darauf ab, die Zahl der Spermien sowie deren Aktivität zu erhöhen.

Warum gibt es immer öfter Probleme beim Kinderwunsch?

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Mögliche Ursachen sind:

  1. Ein Mangel an Vitalstoffen, insbesondere Folsäure. Wer einen Kinderwunsch hegt, sollte auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten. Denn was wir essen, bestimmt unseren Hormonhaushalt mit. Das gilt für Männer wie Frauen.
  2. Stress gilt als ein wesentlicher Faktor für das Misslungen vom Nachwuchs. Von der Arbeit geplagt, mitten in einem Umzug steckend und vielleicht noch die Hochzeit vorbereiten. Ja, wir können uns viel zumuten, aber genau solche Faktoren lösen Stress aus. Er versteht sich nicht gerade als Freund der Fruchtbarkeit. Zwecks Kinderwunschs sollte deshalb auf eine gute Life Balance mit ausreichend Entspannung geachtet werden.
  3. Umwelteinflüsse wie minderwertiges Trinkwasser, schlechte Luftqualität und/oder Chemikalien die uns umgeben, nehmen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Hierauf gilt es zu achten und bspw. chemische Reiniger, Waschmittel etc. zu vermeiden.
  4. Sportliche Aktivität sowie Entspannungsübungen für den Körper fördern die Durchblutung. Unsere Transportbahnen für wichtige Nährstoffe und Hormone.
  5. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte jetzt den Beipackzettel lesen. In der Liste möglicher Nebenwirkungen steht vielleicht etwas zur verringerten Fruchtbarkeit.
  6. Mit zunehmendem Alter nimmt die Fruchtbarkeit ab. Frauen können am ehesten ein Ei befruchten, wenn sie zwischen 25 und 30 Jahren alt sind. Kritisch wird es ab dem 35. Lebensjahr, weil die weibliche Fruchtbarkeit dann stetig abnimmt. Auch Männer sind vor dem Alterungsprozess nicht geschützt. Allerdings liegt bei Ihnen die Wahrscheinlichkeit auch jenseits der 40 noch deutlich höher.

Wie findest Du diesen Artikel? Über eine Bewertung / Nachricht würden wir uns freuen – Danke.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Bislang noch keine Bewertung)
Loading...

Guayusa Teeblätter

Der immergrüne Baum Ilex Guayusa wird zwischen 6 und 30 m hoch. Sein Herkunftsort sind die Regenwälder von Ecuador. Die Pflanze ist allerdings auch im Südwesten Kolumbiens und im Nordosten Perus aufzufinden. Die Blätter der Ilex Guayusa enthalten zahlreiche aufputschende Stoffe und reichlich Koffein. Daher wird diese Pflanze nicht nur als Wachmacher in Anspruch genommen, sondern auch für Arbeiten bei denen kreative und neue Ideen gefordert sind. Eine weitere Anwendung der Ureinwohner im Amazonas ist das trinken von Guayusa vor dem Schlafen gehen um die Träume zu intensivieren.
Guayusa wird schon seit langer Zeit genutzt, wobei der Guayusa Tee in Europa erst seit kurzer Zeit an Bekanntheit gewinnt. Archäologen haben die Blätter dieser Pflanze in einem Grabmal gefunden, welches auf 500 nach Christus zurückzuführen ist.

Der Geschmack ist sehr überzeugend. Der Tee hat einen fruchtig süßen Geruch und beim Aufbrühen wird der volle Geschmack entfaltet. Leicht erdig mit einer süßlich-sanften Note wird Guayusa auch bei längeren Ziehzeiten niemals bitter.

Wie wird Guayusa angewendet?

Die getrockneten und zerkleinerten Blätter werden als Tee zubereitet. Die Blätter werden dabei mit kochendem Wasser übergossen. Im Nachhinein muss der Guayusa Tee ca. 5 bis 7 Minuten ziehen.
Da Guayusa im Gegensatz zu Kaffee kein Zittern und kein Herzrasen verursacht, kann dieser Tee mehrmals am Tag getrunken werden. Für eine Tasse Tee werden ca. 1 Teelöffel benötigt.

Guayusa oder Kaffee – was ist besser?

Es werden jeden Tag unzählige Tassen an Kaffee getrunken. Dieses bittere und schwarze Gebräu ist überall zu kaufen, sodass es bis in den Abend hinein getrunken wird. Die meisten Menschen können sich ihr Leben schon gar nicht mehr ohne Kaffee vorstellen. Eine Tatsache, aufgrund der man sich ernsthafte Gedanken darüber machen sollte, womit der eigene Körper eigentlich versorgt wird.

Seit einiger Zeit richten sich allerdings viele Menschen verstärkt auf die Pflanze Guayusa. Eine Tasse Tee aus dieser Pflanze enthält genauso viel Koffein wie eine Tasse Kaffee. Guayusa enthält außerdem auch L-Theanin, welches dafür bekannt ist, Stress zu minimieren und Alpha Wellen im Gehirn verstärkt anzuregen. Neben L-Theanin ist im Guayusa Tee auch Theobromin präsent, welches man aus Schokolade kennt aber auch Chlorogensäure, der die Zuckeraufnahme ins Blut nach einer Mahlzeit verlangsamt. Guayusa steht Kaffee also in nichts nach. Im Gegenteil. Guayusa ist sogar um einiges gesünder, da es pH-neutral, also basisch auf den Körper wirkt und ein wahres Antioxidantien-Wunder ist. Doch dazu gleich mehr.

Beim Trinken des Tees verteilt sich der Koffein-Schub kontinuierlich und hält stundenlang an. Im Gegensatz dazu sieht es mit dem Kaffee etwas anders aus. Jeder Konsument von Kaffee kennt den schnell eintretenden Moment, wenn die Wirkung des Kaffees nachlässt und man in ein Unwohlsein verfällt. Erst nach einer zweiten Tasse Kaffee kommt man aus diesem Tief wieder raus. So wird eine Tasse nach der anderen getrunken, wobei ein solcher Konsum keineswegs gesund ist. Aufgrund der Übersäuerung durch die Kaffeebohnen leidet in erster Linie der Magen, der Stress steigt an und die Kopfschmerzen nehmen zu. Bei Guayusa ist das anders!

Welche Vorteile bietet Guayusa?

Die meisten Menschen trinken täglich ihre Tasse Kaffee. Einige Menschen können ihren Tag nicht ohne einige Tassen Kaffee starten. So hat sich Kaffee in unserer Gesellschaft zum Booster Nummer 1 entwickelt. Allerdings kann zu viel Kaffee gesundheitliche Probleme anrichten und dem Körper schaden. Daher ist Guayusa Tee eine absolut geniale Alternative zu Kaffee und bringt dem Körper auch noch wichtige gesundheitliche Vorteile, im Gegensatz zum Kaffee.

Nachfolgend einige gesundheitliche Aspekte und Vorteile von Guayusa:

  • Stärkung des Immunsystems
    Guayusa Tee enthält zahlreiche Antioxidantien.
    Antioxidantien haben die Aufgabe, Oxidationsreaktionen zu verhindern. Dadurch werden die Körperzellen und die DNA vor oxidativen Radikalen und Schäden geschützt. Der hohe Anteil an Antioxidantien kann zudem das Krankheitsrisiko einiger Krebsarten und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Die Stärkung des Immunsystems ist einer der wichtigsten gesundheitlichen Vorteile von Guayusa. Vergleicht man den ORAC Wert von Guayusa mit dem anderer Lebensmittel so hat Guayusa ca. 2 x mehr Antioxidantien als Grüntee und Matcha, welche bereits sehr viel Antioxidantien besitzen.
  • Körperliche Energie
    Guayusa Tee ist ein hervorragender Energiespender. Mit Guayusa wird dem Körper die nötige Energie zur Bewältigung der täglichen Aufgaben gereicht. Guayusa enthält nahezu genauso viel Koffein wie Kaffee und weit mehr als z.B. Yerba Mate.
    Im Gegensatz zu Kaffee darf man bei Guayusa keinen Koffein-Flash erwarten, sondern einen stetig ansteigenden und langanhaltenden Energieschub über mehrere Stunden, bevor dieser dann wieder langsam sinkt. Also genau das was sich jeder wünscht!
  • Diabetes Vorbeugung
    Guayusa reduziert den Blutzuckerspiegel und senkt somit das Risiko vor Diabetes.
  • Basische Wirkung
    Guayusa Tee wirkt basisch auf den Magen und Körper. Der Konsum von mehreren Tassen oder sogar Litern pro Tag ist daher kein Problem.
  • Mentale Energie
    Alle wichtigen Aminosäuren sind in Guayusa Tee enthalten. Dadurch werden im Körper neben Phenylanin auch die Antriebshormone Noradrenalin und Dopamin gebildet, die dafür sorgen, dass es zur Bildung des Tatendrangs und der Antriebskraft kommt.
    Der Wirkstoff L-Theanin beruhigt zudem den Geist und den Körper, stärkt aber auch den Fokus und die Wachsamkeit.
  • Verdauung
    Bei Guayusa handelt es sich nicht um einen klassischen Tee (Grüntee oder Schwarztee). Der Tee hilft mit seinen gesunden Inhaltsstoffen, die Verdauung in den Griff zu bekommen, Blähungen zu verhindern, und auch Verstopfungen und Bauchschmerzen zu verhindern.
  • Schöne Zähne
    Im Gegensatz zu Kaffee oder zum schwarzen Tee verfärbt dieser Tee die Zähne nicht.
  • Vitamine und Mineralien
    Guayusa enthält Vitamine wie Vitamin C und D. Darüber hinaus Mineralien wie Kalzium, Zink, Magnesium und Potassium (Kalium). Diesen Vorteil genießen vor allem Sportler und Viel-Denker.

Für wen ist der Guayusa Tee geeignet?

Im Herkunftsgebiet von Guayusa, Ecuador, wissen die Menschen die Vorteile des Tees zu schätzen.
Bei dem Verzicht von Kaffee, über einige Tage hinweg und dem trinken von Guayusa an dessen Stelle, wirst du schnell die Vorteile dieser Pflanze feststellen können und sehen, dass keine der Nachteile von Kaffee auftreten. Guayusa hat den Vorteil, dass die mentale Gedankenklarheit und die mentale Fitness sehr lange anhalten, sodass es im Gegensatz zu Kaffee zu keinen Tiefs kommt. Davon profitieren natürlich Studenten und Personen, die viel mit ihrem Kopf arbeiten müssen um z.B. kreative Ideen umzusetzen. Genauso profitieren aber auch Sportler von den natürlichen Inhaltsstoffen. Gerade Theobromin, Theophyllin und L-Theanin sorgen für einen enormen Anstieg der Leistungs- und Regenerationsfähigkeit.

Guayusa Rezepte zum verfeinern

Guayusa Tee hat bereits als pure Variante einen wirklich sehr angenehmen Geschmack. Eine Kombination ist daher nicht nötig, doch wer kennt das nicht, manchmal sehnt man sich eben nach etwas Neuem!
Folgende Kombinationen passen super gut zusammen:
Guayusa mit
-Zitrone
-Minze
-Kakaoschalen
-Vanille

Ein Wahnsinns Geschmack bietet z.B. auch ein selbst gemachter Guayusa Chai mit einem Schuss Milch oder Hafer-Drink (auch gut bei der puren Variante). Allen die bereits im Frühlings Fieber sind, sei gesagt, dass Guayusa auch kalt sehr gut schmeckt, besonders in Kombination mit einem Schuss Zitrone, Limette oder Orange.

Was ist beim Kauf von Guayusa zu beachten?

Guayusa stammt aus dem Amazonas Regenwald, daher ist es beim Kauf besonders wichtig darauf zu achten, dass Guayusa natürlich und nachhaltig angebaut wurde.

Das Guayusa Unternehmen GUYA setzt hier Maßstäbe und arbeitet eng mit den Kichwa Ureinwohnern zusammen. Sie zahlen den Bauern 15% über dem U.S. FairTrade Preis und achten darauf, dass kein Regenwald gerodet wird, sondern der Anbau in sogenannten Waldgärten stattfindet.
Die Produkte von GUYA findest du auf Amazon HIER und HIER.
Wenn du noch mehr zu Guayusa erfahren möchtest, empfehle ich dir die Blog-Artikel von GUYA. Hier erfährst du weitere interessante Details rund um Guayusa Tee.

Wie findest Du diesen Artikel? Über eine Bewertung / Nachricht würden wir uns freuen – Danke.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Bislang noch keine Bewertung)
Loading...

Studien zu Weihrauch und Anwendungsmöglichkeiten von Weihrauch

Die Wirkung von Weihrauch ist in der westlichen Welt noch heiß diskutiert. Während einige Studien eine heilende Wirkung bestätigen, schreiben noch viele Wissenschaftler dem Gummiharz nur eine Placebowirkung zu.

Studien zu Weihrauch

Aussagekräftig ist eine Studie über die Wirkweise von Weihrauch im Immunsystem. Demzufolge wirkt das Baumharz immunsupprimierend, das heißt es ist in der Lage das Immunsystem zu unterdrücken. Was auf den ersten Moment seltsam oder sogar ungesund klingt, kann in der Krebsbehandlung oder nach einer Organtransplantation enorm wichtig sein. Eine weitere interessante Studie zu Weihrauch stammt von der deutschen Neurologin Dr. Klarissa Hanja Stürner, die am Institut für Neuroimmunologie Multiple Sklerose untersuchte.

37 Probanden wurde acht Monate lang zur Behandlung kein Cortison verabreicht, sondern Kapseln mit Weihrauch-Extrakt. Die Boswelliasäuren haben wie die synthetischen Mittel einen antientzündlichen Effekt, dabei aber weit weniger Nebenwirkungen. Bei 25 ausgewerteten Patienten wurde eine um 60 Prozent reduzierte Rate an Nervenschäden festgestellt, die jährliche Rate sank somit von 0,94 auf 0,32. Dr. Oliver Werz, Wissenschaftler in der pharmazeutischen und medizinischen Chemie, erforschte die entzündungshemmende Wirkung der Baumharzsäuren. Diese spielen mit verschiedenen Eiweißen zusammen, vor allem mit dem Enzym Prostaglandin E2. Das Enzym gehört zu den Vermittlern der Immunantwort und ist mit zuständig für den Entzündungsprozess und bei der Entstehung von Fieber.

Die Wirkstoffe von Weihrauch hemmen genau dieses Enzym und verringern dadurch die Entzündungsreaktion. Eine weitere deutsche Untersuchung kann die ursprüngliche Anwendung von Weihrauch gegen rheumatische Erkrankungen, Osteoarthritis und Asthma belegen. Die Morbus-Crohn-Ambulanz in Mannheim testete Weihrauch-Extrakt bei entzündlichen Darmerkrankungen. Bei Colitis ulcerose wird normalerweise das Standardtherapeutikum Sulfasalazin eingesetzt. Mit dem Ersetzen dieses Medikaments durch den Harzextrakt konnte eine vergleichbare Wirkung festgestellt werden.

2003 wurde Weihrauch und dessen Einfluss auf Multiple Sklerose getestet. An der Studie nahmen 30 Patienten in zwei Gruppen teil, Weihrauch-einnehmende und Placebo-einnehmende. Die Untersuchung fand im doppelt-blinden Ansatz statt, das bedeutet sowohl Patienten als auch die Ärzte wussten nicht, wer den Extrakt und wer das Placebo bekam. Die Behandlung betrug acht Wochen. Die Probanden des Weihrauch-Extraktes gaben nach der Behandlung und ohne zu wissen, mit Weihrauch-Extrakt behandelt worden zu sein an, dass sowohl die Schmerzen als auch die Gelenksteife nachgelassen hat.

Darüber hinaus konnte eine deutlich größere Gehstrecke schmerzfrei zurückgelegt werden und Schwellungen an den Gelenken haben sich zurückgebildet. Lediglich Magenprobleme stellten sich durch die Dosierung teilweise ein. Indische Wissenschaftler schließen dadurch eine in Zukunft mögliche Therapie bei Arthrose durch Weihrauch nicht aus und forschen weiterhin daran.

Generell konnte zudem bereits festgestellt werden, dass definierte Weihrauch-Extrakte wirksamer sind als isolierte Boswelliasäuren oder gemahlenes Gummiharz. Weshalb das so ist, wird kontrovers diskutiert. Laboruntersuchungen zeigten komischerweise auf, dass die Leukotrien-Synthese bei niedrigen Dosen verstärkt wurde und bei hohen Dosen reduziert worden ist. Die Leukotrien-Synthese ist ein Vorgang, der beim Entstehen von Asthma und anderen allergischen Krankheiten eine wichtige Rolle spielt. Die angeführten Belege reichen trotz dessen nicht aus um Weihrauch als gelistetes Arzneimittel im deutschen Medikamenten-Katalog aufzuführen. Die Wirkungsweise wird namentlich auf Nahrungsergänzungsmittel reduziert. Im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) ist der aus dem Salaibaum gewonnene indische Weihrauch geführt.

Fest steht, dass viele Institute an dem Wirkstoff forschen und vielversprechende Untersuchungen bereits durchgeführt wurden. Wie sich die Heilung mit Weihrauch entwickelt, steht aber noch in den Sternen.

Anwendungsgebiet von Weihrauch

Weihrauch gegen Arthrose

Arthrose oder auf lateinisch Arthrosis deformans ist eine Gelenkkrankheit die dafür sorgt, dass der Gelenkverschleiß höher ist, als er für das Alter des jeweiligen Menschen angemessen wäre. Ursachen können ein Übermaß an Belastung sein, zum Beispiel durch erhöhtes Körpergewicht. Aber auch angeborene Gelenkfehlstellungen oder Knochenerkrankungen wie Osteoporose können ausschlaggebend dafür sein.

Weihrauch-Salbe kann Gelenkschmerzen lindern. Der Grund der Linderung ist dabei nicht etwa eine Betäubung der Nerven, sondern ein tatsächliches Entgegenwirken der Arthritis. In klinischen Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass Schwellungen zurückgingen, Gelenkschmerz und auch die Gelenksteife verringert werden konnten. Einige Patienten beschrieben eine Besserung der Beschwerden, wenn sie sich in weihrauchberäucherten Räumen aufhielten, zum Beispiel in Therapieräumen oder Kirchen. Diese Wirkung ist allerdings absolut nicht bewiesen und bislang noch nicht medizinisch nachweisbar. Vermutungen eines Fachmannes nach, kann sich die Wirkung auch in Kombination mit vegetarischer Ernährung besser ausbreiten.

Nicht nur Salbe kann gegen Arthrose verschrieben werden, auch Kapseln sind dagegen einzunehmen. Dreimal täglich, so verschreiben es Homöopathen. Bei Kapseln kam in letzter Zeit häufig das Gerücht auf, sie seien mit Dimethyl- und Methylquecksilber stark schadstoffbelastet. In Kapseln und Tabletten gilt in ganz Europa jedoch der Einsatz eines standardisierten, getesteten Weihrauchs, diese Gefahr ist dadurch zu 100 Prozent auszuschließen!

Weihrauch gegen Rheuma

Viele rheumatische Ausprägungen haben gemein, dass es sich um eine Störung des Immunsystems handelt. Eine Störung die den eigenen Körper dessen Strukturen, wie zum Beispiel die Gelenkinnenhaut, angreifen lässt. Eine klare Antwort was Rheuma denn genau ist, wird man nur sehr selten bekommen denn es werden insgesamt 400 verschiedene Ausprägungen und Krankheiten unter diesem Dachbegriff zusammengefasst. Die indische Medizin sieht einen Grund von Rheuma im Verdauungstrakt. Arbeitet die Verdauung nicht gut, beispielsweise durch sehr proteinreiche und ölige schwere Mahlzeiten, aber auch durch Alkohol oder Bewegungsmangel, strahlt das auf den Rest des Körpers mit erheblichen Folgen aus. Auch das ist ein Grund, weshalb schon vor 5000 Jahren Weihrauch gegen Rheuma verwendet wurde.

Der süße und zugleich bittere Geschmack des Shallaki, wie Weihrauch im Ayurveda genannt wird, wirkt nach der Einnahme leicht kühlend und nach der Verdauung auf der Zellebene eher scharf. Dank der Eigenschaften des Gummiharzes fördert es den Zellstoffwechsel und regt die Verdauung an. Zudem greifen die ätherischen Öle, die Boswelliasäuren, bei der Blockade eines Enzyms ein, das für die chronischen Entzündungen ausschlaggebend ist. Dadurch kann Weihrauch bei mehr als nur Rheuma eingesetzt werden.

Weihrauch gegen Entzündungen

Wie bereits erwähnt hat Weihrauch eine weitreichende Wirkung aufgrund der schmerzlindernden Eigenschaften, die zugleich Entzündungen hemmen und antibakteriell wirken. Eine dieser Krankheiten ist Morbus Crohn, was zur Gruppe chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen gehört. Der gesamte Verdauungstrakt kann davon betroffen sein, wobei bevorzugt der untere Dünndarm (terminales Ileum) und der Dickdarm (Colon), seltener die Speiseröhre (Ösophagus) und der Mund der Krankheit Einzug gewähren. Dabei werden die Schleimhäute befallen. Dr. Peter Schnabel, Allergologe und wissenschaftlicher Arbeiter der Forschungsgruppe „Noxenkatalog-Datenbank“ der Technischen Universität München hebt hervor, dass erst kürzlich chinesische Wissenschaftler bei einer Analyse der Weihrauch-Öle 99 chemisch definierte Substanzen feststellten.

Immer wieder fällt die Erklärung zurück auf die Boswelliasäuren des Baumharzes. Durch die Hemmung des Enzyms Prostaglandin E2 kommt es nur zu einer verringerten Entzündungsreaktion. Doch ein weiterer Wirkmechanismus ist bekannt geworden: die Säuren aus den bernsteinfarbenen Tränen der Bäume hemmen auch das Enzym 5-Lipoxygenase. Dies ist für die Bildung von Leukotrienen verantwortlich, ein freigesetzter Botenstoff des entzündeten Gewebes. Diese Reaktion hilft auch bei Colitis ulcerosa. Anders als bei Morbus Crohn ist dabei nur die Darmschleimhaut des Dickdarms kontinuierlich betroffen. Standardmedikamt für diese Krankheit ist Sulfasalazin. Forscher der Harvard-Universität fanden bei einer evidenz-basierten systematischen Übersicht aller bereits publizierten Studien Beweise für die Wirksamkeit bei rheumatoider Arthritis- der Harzextrakt wirkt dabei genau so gut wie bei Colitis ulcerosa.

Ein Derivat wird es von dem angepriesenen Harz des Altertums in nächster Zeit vermutlich nicht geben, die wirkenden Substanzen sind bisher äußerst schwer künstlich herzustellen. Das spricht bei der Behandlung von Entzündungen für den Einsatz von reinem Weihrauch-Harz.

 

Wie findest Du diesen Artikel? Über eine Bewertung / Nachricht würden wir uns freuen – Danke.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Bislang noch keine Bewertung)
Loading...

Grünkern - ein sehr gesundes Getreide

„Grünkern (auch Grünkorn) ist das Korn des Dinkels, das halbreif geerntet und unmittelbar darauf künstlich getrocknet wird.“ (Zitat: Wikipedia)

Es wirkt nicht besonders auffällig, weil es nicht die volle Reife erreichen durfte. Früher erntete man Grünkern immer wenn schlechtes Wetter den Ertrag bedrohte. Menschen fanden heraus, dass man die Körner nach dem Kochen im Wasser sehr gut verzehren konnte. Irgendwann baute man Dinkel bewusst so an, um ihn teilweise vorzeitig in die Lager zu bringen. So entstand die Tradition vom Grünkern.

Grünkern ein Superfood?

Wie viele Getreidesorten, steckt auch Grünkern voller Vitalstoffe. Wie beim Gerstengras ist hier der Gedanke, dass inmitten des Reifeprozesses noch sehr viele Inhaltsstoffe darin stecken. Von 100 Gramm Grünkern weiß man, dass fast 11 Gramm Eiweiß und knapp 9 Gramm Ballaststoffe enthalten sind. Also eine gute Eiweißquelle und ein Lebensmittel welches die Verdauung in Schwung bringt. Magnesium, Eisen, Kalium und Phosphor, sowie geringe Mengen an Kalzium, liefert Grünkern gleich mit dazu.

Der Verzehr sollte nur in Maßen erfolgen, da 100 Gramm Grünkern satte 321 Kalorien liefert.

Im Grünkern fanden Wissenschaftler sehr viele B-Vitamine. Wir benötigen sie zur Energiebereitstellung, Konzentration und Stärkung unseres Nervensystems. Magnesium entspannt unsere Muskeln und das Gehirn.

Nachteile von Grünkern & Alternativen

  • Nicht zu empfehlen ist Grünkern bei einer nachgewiesenen Glutenunverträglichkeit. Eine Rücksprache mit dem Arzt hilft.
  • Wer bislang nur wenige Ballaststoffe in seiner Ernährung einplant, muss mit einer Umstellung des Darms rechnen. Diese wird gelegentlich von starkem Durchfall begleitet. Der Darm räumt sozusagen auf. Eine vollkommen normale Reaktion. Jedoch: Sollte sich der Durchfall nach wenigen Tagen nicht bessern, lieber auf Grünkern verzichten und einen Arzt oder Ernährungsspezialisten um Rat bitten.
  • Bei kompletter Grünkern-Unverträglichkeit empfiehlt sich der Umstieg auf Quinoa-Samen und Amarant. Ihre Zusammensetzung ist dem Grünkern ähnlich. Leider kosten sie auch einiges mehr, weil in der Regel ein Import stattfinden muss.

Wie schmeckt eigentlich Grünkern? Das halbreife Getreide muss künstlich getrocknet werden. In der Regel lagert man es über einem Holzfeuer, wodurch es einen würzig-rauchigen Geschmack erhält. Eine Kombination mit deftigen Speisen schmeckt am besten. In Suppen und Salaten stellt Grünkern einen willkommenen Kontrast dar. Manche verarbeiten ihn sogar zu einem Bratling. Nur mit Süßspeisen will er nicht so recht warm werden.

Grünkern Leibchen - ein leckeres Essen

Grünkern Leibchen – ein leckeres Essen

 

Aloe Vera Lotion

Aloe Vera, eine Pflanze mit dem gewissen Saft. Weniger bekannt als „Echte Aloe“, wie man sie eigentlich nennen sollte. Kein Superfood im eigentlichen Sinne, aber eine super Pflanze in jedem Fall. Sie gedeiht am besten in tropischem und subtropischem Klima, weshalb wir sie bei uns nicht anbauen können.

Sie nimmt also einen weiten Weg auf sich. Was sie so besonders, aber auch kostenintensiv macht. Trotzdem schwören immer mehr Menschen auf ihre tollen Wirkungen. Aloe Vera Pflegeprodukte stellen dabei vermutlich die umsatzreichste Gruppe dar. Auf diese möchten wir heute näher eingehen und wie diese funktionieren können.

Warum Aloe Vera Produkte nutzen?

Dem Saft der Aloe Vera wohnen verschiedene Enzyme inne. Unter anderem Lipase, Phosphatase und Amylase. Sie beteiligten sich an chemischen Prozessen im Körper. Dieser nutzt sie je nach Bedarf zur Beschleunigung oder Verlangsamung. Enzyme arbeiten vorrangig in unserer Verdauung mit. Einige können auch den freien Radikalen einen gewissen Widerstand bieten.

Weiter geht es mit dem Aminosäureprofil der Aloe Vera. Welches nur bei der Einnahme als Drink von Interesse ist. Jedoch weiß man, dass unsere Gesundheit und Schönheit überwiegend von innen heraus entsteht. In der Aloe Vera Pflanze stecken sieben der acht essentiellen Aminosäuren. Also jene die wir mit der Nahrung aufnehmen müssen, weil sie unser Körper nicht selbst bilden kann. Aus Aminosäuren werden Proteine gebildet, die wiederum unseren Zellen zugutekommen.

Aloe Vera ist auch reich an Mono- und Polysacchariden. Sie schützen uns vor Entzündungen, wirken antibakteriell und antiviral. Sie können unser Immunsystem positiv stimulieren. Andere Forschungen ergaben eine Bindung von zu viel schlechtem Cholesterin und Gallensäure.

Zuletzt sei noch erwähnt, dass Aloe Vera viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente besitzt. So kommen in ihr die Vitamine B1, B2, B6 und B12 vor. Sie stärken unser Nervensystem und helfen bei der Energiebereitstellung mit. Vitamine C und E wirken als Schutz vor freien Radikalen. Unser Immunsystem profitiert ebenso von ihnen.

Drei Beispiele für Aloe Vera Produkte

In der Praxis gibt es mittlerweile sehr viele Aloe Vera Produkte zu kaufen. Etwas Grundwissen oder eine persönliche Beratung schaden nicht, um auch das Richtige zu bestellen.

  1. Aloe Vera Creme: Hautalterung bei Männern und Frauen ist ein heikles Thema. Eine Aloe Vera Creme kann diesen Prozess verlangsam und somit das jugendliche Aussehen länger erhalten.
  2. Aloe Vera Gel: Ein hochkonzentriertes Extrakt der Aloe Vera Pflanze, welches auf der Haut einmassiert wird. Dadurch sollen unsere Hautzellen mit Feuchtigkeit angereichert werden. So ein Aloe Vera Gel wird bspw. nach einem Sonnenbad empfohlen.
  3. Aloe Vera Saft: Ein Produkt zur Einnahme. Ratsam ist es puren Direktsaft zu kaufen, um diesen dann mit Wasser zu verdünnen. Auf diese Weise lässt sich auf einem Liter das Vielfache gewinnen und das Getränk rutscht leichter die Kehle hinunter.

Das waren nur drei Beispiele von Aloe Vera Produkten. Sie decken den Großteil der typischen Verwendungen ab. Wie gesagt, pro Einzelfall sollte man sich entsprechend beraten lassen.

Worauf beim Kauf von Aloe Vera Produkten achten?

Eben weil die Aloe Vera Produkte immer mehr Interesse gewinnen, sollte bei Kauf einiges beachtet werden:

Der Anbau und Verarbeitung sind absolut entscheidend. Bio-Qualität sollte der Standard sein. Interessant sind die Anbaugebiete und deren Nachbarfelder. Wird dort mit Chemie gearbeitet, kann ein Teil davon durch die Luft übertragen werden und auf den Aloe Vera Pflanzen landen. Während der Verarbeitung muss das Aloin aus den Blättern bzw. Saft entfernt werden. Ansonsten wirkt das Aloe Vera Produkt abführend.

Aus Konzentraten (bspw. 100% Direktsaft) ergibt sich der größte Preisvorteil. Die Konzentration der Aloe Vera sollte möglichst hoch und nicht mit Füllstoffen gestreckt sein.

Es gilt auf Zertifizierungen und DIN-Normen zu achten, welche die Qualität des Produktes bestätigen.

Astaxanthin in Kapselform

Astaxanthin ist in vielen Lebensmitteln, unter anderem in…:

  • Algen
  • Fischen
  • Meeresfrüchten

vertreten. Auch in den Federn von bestimmten Vogelarten lässt sich Astaxanthin ausfindig machen.

Für den Menschen besonders interessant ist, dass der Nährstoff auch als klassisches Nahrungsergänzungsmittel angeboten wird. Dennoch fällt er nicht in die Kategorie der Arzneimittel.

Die Wirkung von Astaxanthin im Körper

In der Vergangenheit hat sich die Wissenschaft unter anderem im Bereich der Tierversuche mit der Wirkung von Astaxanthin beschäftigt. Ob die Wirkung hierbei mit den Auswirkungen auf den menschlichen Körper verglichen werden kann, ist fraglich. Denkbar wäre es dennoch, dass das Astaxanthin auch bei uns ähnlich wirkt.

Anwendungsbereiche von Astaxanthin

Beim Astaxanthin handelt es sich um ein Antioxidans. Somit ist dieser Stoff wahrscheinlich (und in vielen Fällen) in der Lage, Zellschäden vorzubeugen und eine zu frühe Zellalterung zu verhindern. Es existieren sogar Studien, die besagen, dass es möglich sei, besonders schwere Zellschäden, die beispielsweise zu Krebs führen können, verhindert werden könnten. Aussagen wie diese sind jedoch noch bei Weitem nicht ausreichend wissenschaftlich belegt und bedürfen weiterer Untersuchungen.

Anders verhält es sich im Zusammenhang mit Entzündungen und Erkrankungen des Immunsystems. Im Zuge der genannten Tierversuche zeigte sich, dass Astaxanthin es verhindern kann, dass bestimmte Entzündungsbotenstoffe freigesetzt werden. Das Resultat ließ sich hier sogar mit dem von Cortison (wenn auch in abgeschwächter Form) vergleichen.

Auch Typ-2-Diabetiker könnten von der Wirkung von Astaxanthin profitieren. Immerhin sorgt auch hier unter anderem der antioxidative Stress dafür, dass die Bauchspeicheldrüse stark belastet wird. Das mögliche Resultat: eine nachhaltige Zellschädigung, Nierenfunktionsstörungen und eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes.

Besonders jedoch auch im Zusammenhang mit einer angestrebten Senkung des Blutdrucks und einer positiven Auswirkung auf das Herz-Kreislauf-System ist das Astaxanthin interessant. So werden durch eine regelmäßige Anwendung beispielsweise die Gefäße erweitert, was sich wiederrum positiv auf den Blutdruck auswirken kann. Zu guter Letzt kann somit sogar einer Bildung von Blutgerinnseln vorgebeugt werden. Ein Faktor, der besonders im Zusammenhang mit einem drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall eine Rolle spielen kann.

Zu guter Letzt können durch das Astaxanthin auch UV-Schäden am Auge vorgebeugt werden. Für sportlich aktive Menschen dürfte es zudem interessant sein, dass sich unter der Einnahme von Astaxanthin oft auch die Muskeln nach einer Trainingseinheit schneller regenerieren.

Dem Wirkstoff wird zudem auch noch nachgesagt, dass er dabei helfen kann, dass sich das Gehirn nach einem Schlaganfall wieder ein wenig schneller erholt.

Keine Medizin, sondern „nur“ Nahrungsergänzung

Wichtig im Zusammenhang mit Astaxanthin ist die Tatsache, dass es sich hierbei um keinen Stoff handelt, der medizinisch bzw. zur konkreten medizinischen Behandlung zugelassen wurde. Astaxanthin gilt demnach als Nahrungsergänzungsmittel, dass die Gesundheit dennoch in den genannten Bereichen unterstützen kann.

Dennoch wäre es ein Fehler, Astaxanthin als „Wundermittel“ zu deklarieren. Gerade dann, wenn der betroffene Patient beispielsweise unter einer schweren Krankheit leidet oder sich binnen weniger Tage keine Verbesserung der Beschwerden einstellt, ist der behandelnde Arzt der richtige Ansprechpartner.

Astaxanthin Formel

Astaxanthin Formel

Die Einnahme von Astaxanthin

Um einen möglichst umfangreichen, positiven Effekt zu erzielen, ist es wichtig, Astaxanthin regelmäßig einzunehmen. Meist geschieht dies auf der Basis von kleinen Kapseln. Der Stoff selbst charakterisiert sich als besonders fettlöslich. Das bedeutet, dass die Kapseln am besten zusammen mit einem eher fetthaltigen Lebensmittel eingenommen werden sollten.

Die Nebenwirkungen des Wirkstoffs

Wie fast jeder andere Stoff birgt auch das Astaxanthin das Risiko von Nebenwirkungen. Besonders wichtig ist es selbstverständlich, vor der Einnahme Rücksicht auf eventuelle Allergien zu nehmen. Prüfen Sie daher unbedingt immer die angegebenen Inhaltsstoffe und checken Sie, ob Sie diese vertragen. Gegebenenfalls gilt es ansonsten, auf einen anderen Hersteller bzw. eine andere Astaxanthin- Quelle auszuweichen.

Im Rahmen der entsprechenden Studien konnten jedoch bisher -neben den allergischen Reaktionen- noch keine weiteren Nebenwirkungen aufgezeigt werden.

Generell gilt es jedoch -wie immer- bei Unklarheiten zur Einnahme immer mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten.

Ein „altes“ Nahrungsergänzungsmittel

Bei Astaxanthin handelt es sich keineswegs um ein besonders modernes Nahrungsergänzungsmittel. Vielmehr ist der Wirkstoff schon seit der Mitte der 1970er Jahre bekannt, als er von Prof. Basil Weedon aufgespürt wurde.

Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Erfolgsgeschichten zum Astaxanthin gesammelt. Hierbei gilt es jedoch, kritisch zu bleiben. Fest steht, dass der Wirkstoff sich positiv auf die Leistung eines Menschen auswirken kann. Sportlern ihren Erfolg jedoch nur auf Basis der Einnahme zuzuschreiben, wäre dennoch falsch. Um derartige Aussagen gegebenenfalls noch weiter untermauern zu können, ist es wichtig, gerade in diesem besonders interessanten Bereich noch weiter zu forschen.