Stiftung Warentest: CBD-Produkte schneiden schlecht ab

Stiftung Warentest: CBD-Produkte schneiden schlecht ab

Wenn ein potentieller Wirkstoff seit Monaten in aller Munde ist, dass Cannabidiol. Nicht nur wörtlich, sondern buchstäblich. Denn bei CBD-Produkten handelt es sich in erster Linie um Öl und Kapseln, welche zur oralen Einnahme gedacht sind. Die Stiftung Warentest hat sich nun eine Reihe solcher Präparate heraus genommen und geprüft. Leider sehen die Ergebnisse nicht zu gut aus. Doch wie immer braucht es einen detaillierten Blick.

9 CBD-Öle, 5 CBD-Kapseln & 2 Aroma-Öle geprüft

In den Tests ging es vor allem um „Sinnhaftigkeit und Sicherheit“, wie es auf der Webseite geschrieben steht. Insgesamt 16 verschiedene Produkte mussten sich beweisen. Es ging um gesundheitliche Versprechen. CBD wird damit beworben, Körper und Geist zu entspannen, Schlafprobleme zu lösen und Entzündungen zu bekämpfen.

Stiftung Warentest: CBD-Produkte schneiden schlecht ab

Schon eine der ersten Zwischenüberschriften („Kostspielige Investition für Wohlbefinden“) lässt vermuten, dass die Stiftung nicht viel Positives fand. Die konkreten Kritikpunkte sind:

  • Hoher Kaufpreis für kleine Mengen
  • Oftmals weniger CBD enthalten als versprochen
  • Vier Produkte mit mehr THC als angedacht
  • Anbieter stellen auf Nachfrage keine Studien zur Verfügung
  • CBD-Produkte sind in der EU noch nicht zugelassen

Sie befinden sich damit in einer rechtlichen Grauzone. Zwar mag es schon einige Studien zur Wirkung von CBD geben, aber das genügt den Gesetzgebern anscheinend noch nicht. Sie dürfen derzeit nicht als Nahrungsergänzungsmittel beworben werden. Die EU-Kommission hat sie Ende 2020 aber zumindest unter den Lebensmitteln eingestuft. Es wurde erkannt, dass den CBD-Produkten die berauschende Wirkung fehlt. Hersteller haben bereits viele Zulassungsanträge bei der Kommission eingereicht. Die Beurteilungen stehen noch aus.

Nur ein kleiner Querschnitt der verfügbaren Produkte

Mit mehr als einem Dutzend geprüfter Präparate hat die Stiftung Warentest einen wichtigen Beitrag für Verbraucher geleistet. Jedoch stellen sie nur einen kleinen Querschnitt dar. Womöglich hätten andere Hersteller entsprechende Studien parat gehabt, wurden aber nicht befragt.

Zudem gilt Cannabidiol bei konservativ eingestellten Personen und Regierungen meistens noch als süchtig machend. Eine erneute Prüfung in ein bis zwei Jahren wäre ratsam. Denn der Markt sowie die Regulierungen entwickeln sich stetig weiter. In Sachen CBD-Produkte stehen Firmen und Konsumenten erst ganz am Anfang.

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